Dokument Ermittlung des Verkehrswertes von Grundstücken in Sanierungsgebieten

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NWB Nr. 26 vom 23.06.1997 Seite 2147 Fach 3 Seite 10117

Ermittlung des Verkehrswertes von Grundstücken in Sanierungsgebieten

von Richter am BFH Dieter Steinhauff, München

Die Kl. waren Gesellschafter einer zum 1. 1. 1978 aufgelösten KG. Sie überführten zwei bis dahin gewerblich genutzte Grundstücke, die in einem Sanierungsgebiet lagen, in ihr Privatvermögen. Das FA ermittelte unter Berücksichtigung eines von ihm eingeholten Gutachtens des Staatlichen Hochbauamtes von 1981 (mit Bodenwerten von 800 DM bzw. 1 300 DM/qm) für das Streitjahr 1978 einen Veräußerungsgewinn unter Ansatz der in den Grundstücken enthaltenen stillen Reserven. Die Kl. begehrten dagegen, die vom Gutachterausschuß der Gemeinde auf den Zeitpunkt der förmlichen Festlegung des Sanierungsgebiets (1. 12. 1977) festgesetzten sog. Eingangswerte von 500 DM bzw. 700 DM/qm anzusetzen. Das FG war im ersten Rechtsgang von mit den Teilwerten anzusetzenden Entnahmen ausgegangen. Der BFH (Urt. v. 10. 9. 1991, BFH/NV 1992 S. 232) hatte die Sache zurückverwiesen und ausgeführt, die Grundstücke seien im Rahmen eines Aufgabegewinns mit den gemeinen Werten anzusetzen. Auf Anforderung des FG hatte der Gutachterausschuß ergänzend ausgeführt, die Eingangswerte seien nach den üblichen Bewertungsgrundsätzen unter Berücksichtigung heute allerdings nicht mehr im einzelnen feststellbarer Vergleichspreise ermittelt worden. Das FG gab der Klage statt (Urt. v. 15. 12. 1992, EFG 1993 S. 378). Die Revision des FA wies der BFH zurück.

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