Kapitel 12: Veranlagung von Ehegatten und Lebenspartnern
Jahrgang 2019
Auflage 25
ISBN der Online-Version: 978-3-482-01511-3
ISBN der gedruckten Version: 978-3-482-65835-8

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Lehrbuch Einkommensteuer (25. Auflage)

Kapitel 12: Veranlagung von Ehegatten und Lebenspartnern

228112.1 Allgemeines

Nach dem Wortlaut des § 25 Abs. 1 EStG („der Steuerpflichtige“) wird jeder Steuerpflichtige grundsätzlich nur mit dem von ihm selbst bezogenen Einkommen zur ESt veranlagt (Grundsatz der Einzelveranlagung). Abweichend hiervon können Ehegatten, die die Voraussetzungen des § 26 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 3 EStG erfüllen, zwischen der Einzelveranlagung nach § 26a EStG und der Zusammenveranlagung nach § 26b EStG wählen. Liegen die genannten Voraussetzungen nicht vor, z. B. wenn die Ehegatten im gesamten Veranlagungszeitraum dauernd getrennt leben, werden die Ehegatten wie Unverheiratete nach § 25 Abs. 1 EStG einzeln veranlagt. Eine Einzelveranlagung kommt somit begrifflich sowohl für Ehegatten als auch für Unverheiratete und sonstige Personen in Frage, die die Voraussetzungen des § 26 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 3 EStG nicht erfüllen.

2281aNach der bis einschließlich VZ 2012 gültigen Rechtslage konnten Ehegatten, die die Voraussetzungen des § 26 Abs. 1 Satz 1 EStG a. F. erfüllten, zwischen der getrennten Veranlagung nach § 26a EStG und der Zusammenveranlagung nach § 26b EStG wählen. Darüber hinaus bestand für den Veranlagungszeitraum der Eheschließung die Möglichkeit der besonderen Veranlagung nach § 26c EStG a. F. Mit Wirkung ab VZ 2013 wurde die bisherige „getrennte“ Veranlagung begrifflich durch d...

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