Dokument Praxiseinbringung mit Zuzahlung

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NWB Nr. 29 vom 17.07.1995 Seite 2367 Fach 3 Seite 9449

Praxiseinbringung mit Zuzahlung

von Dr. Arno Bordewin, Richter am BFH, München

A und B sind zu je 1/2 an einer Steuerberater-Sozietät (GbR I) beteiligt. Der Betrieb der GbR I wird in die GbR II eingebracht. Weiterer Gesellschafter der GbR II wird C. A, B und C sind an der GbR II zu je 1/3 beteiligt. C erbringt seine Einlage teilweise durch Einzahlung auf ein Kontokorrentkonto der GbR, das zu dieser Zeit einen Negativsaldo ausweist. Die GbR II bewertet in ihrer Eröffnungsbilanz das eingebrachte BV der GbR I einschl. des Praxiswerts mit dem Teilwert. A und B erstellen negative Ergänzungsbilanzen, um die Entstehung eines Einbringungsgewinns zu vermeiden. Das FA vertritt demgegenüber die Auffassung, die Tilgung der privaten Kontokorrentverbindlichkeit sei als Zuzahlung anzusehen. Insoweit entstehe ein Gewinn. Der Zuzahlungsgewinn wurde A und B je zur Hälfte zugerechnet. Sprungklage und Revision blieben ohne Erfolg.

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