Dokument Neuere Rechtsprechung des BFH zum „gewerblichen Grundstückshandel”

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NWB Nr. 24 vom 12.06.1995 Seite 2013 Fach 3 Seite 9387

Neuere Rechtsprechung des BFH zum „gewerblichen Grundstückshandel”

von Dr. Axel Schmidt-Liebig, Richter am FG, Saarbrücken

I. Problematische Abgrenzung von Gewerbebetrieb und Vermögensverwaltung

Als Bilsdorfer 1988 in NWB F. 3 S. 6903 ff. die Rechtsprechung des BFH zum „gewerblichen Grundstückshandel„ für den Zeitraum 1967 bis 1987 zusammenstellte, prognostizierte er in der Schlußbemerkung, daß die Rechtsprechung zu dieser brisanten Frage gewiß noch nicht „am Ende„ sei. In der Tat sind seit 1988 mehr höchstrichterliche Entscheidungen hierzu ergangen als in den 20 Jahren zuvor. Die Praxisrelevanz der einkommensteuerlichen Beurteilung von Grundstücksverkäufen ist damit ungebrochen und die Abgrenzungen, die der (BStBl I S. 884; s. auch NWB F. 3 S. 8017 ff.) vorgenommen hat, sind durch die Rechtsprechung des BFH bereits in vielen Punkten überholt. Die Entscheidungsflut in diesem Bereich hat eine Reihe von Gründen.

Zum einen geht es in aller Regel um erhebliche Streitwerte, bei denen es geboten erscheint, den Rechtsweg bis zur höchsten Instanz auszuschöpfen. Des weiteren ist zu beobachten, daß zunehmend nicht nur um die Einordnung der Grundstücksverkäufe als gewerblich, sondern auch um die - lange Zeit vernachlässigten - Folgefragen gewerblicher Grundstücksgeschäfte gestritten wird (z. B. Begi...

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