Dokument Einkommensbesteuerung bei Auslandsbeziehungen eines Steuerinländers

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NWB Nr. 10 vom 07.03.1994 Seite 737 Fach 3 Seite 8925

Einkommensbesteuerung bei Auslandsbeziehungen eines Steuerinländers

von Oberregierungsrat Dieter Grützner, Münster

Auslandsbeziehungen einer natürlichen Person mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Inland - einer unbeschränkt stpfl. Person i. S. des § 1 Abs. 1 EStG - können für die Besteuerung nach Maßgabe des EStG unter den unterschiedlichsten Gesichtspunkten bedeutsam sein. Handelt es sich um wie auch immer geartete wirtschaftliche Aktivitäten, die zur Erzielung von Einkünften im Ausland führen, stellt sich regelmäßig die Frage der Besteuerung dieser Einkünfte im Inland. Grundsätzlich erhebt der inländ. Fiskus einen Anspruch auf die Besteuerung sämtlicher von einer unbeschränkt stpfl. Person bezogenen Einkünfte, so daß auch die aus dem Ausland bezogenen Einkünfte gem. dem Welteinkommensprinzip (Abschn. 1 Abs. 1 EStR 1990) grds. der ESt unterliegen. Dieser sich aus § 2 Abs. 1 EStG ergebende umfassende Besteuerungsanspruch wird durch verschiedene internationale Verträge, insbes. die mit einer Vielzahl von Staaten geschlossenen Doppelbesteuerungsabkommen (DBA), eingeschränkt. Soweit danach ausländ. Einkünfte von der inländ. Besteuerung freizustellen sind, sind sie regelmäßig für die Anwendung des Progressionsvorbehalts (§ 32b EStG) zu berücksichtigen. Gestatten hingegen die DBA die inländ. Besteuerung der ausländ. Einkünfte, sind regelmäßig die ausländ. Steuern vom Einkommen auf die ESt anzurechnen. Eine entsprechende Steuerentlastung sieht § 34c EStG auch für die Fälle vor, in denen kein DBA anwendbar ist.

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