Dokument Finanzgericht Düsseldorf , Urteil v. 29.01.2019 - 13 K 1070/17 E

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Finanzgericht Düsseldorf  Urteil v. - 13 K 1070/17 E

Gesetze: EStG § 17 Abs. 1; EStG § 17 Abs. 2; EStG § 17 Abs. 4; GmbHG § 60 Abs. 1 Nr. 4; InsO § 213; EStG § 4 Abs. 3 Satz 4; EStG § 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2

Auflösungsverlust aus der Beteiligung an einer insolventen GmbH – Realisierungszeitpunkt vor Abschluss des Insolvenzverfahrens

Leitsatz

  1. Der Realisierungszeitpunkt eines Auflösungsverlustes aus GmbH-Beteiligung kann ausnahmsweise vor Abschluss des Insolvenzverfahrens liegen, wenn die Möglichkeit der Fortführung der Gesellschaft ausgeschlossen ist, deren Vermögenslosigkeit bereits im Zeitpunkt des Auflösungsbeschlusses feststeht und weiterhin bekannt ist, in welcher Höhe noch nachträgliche Anschaffungskosten und Aufgabekosten für den Gesellschafter anfallen werden (vgl. BFH-Rspr.).

  2. Ein zu einem späteren Zeitpunkt gestellter Antrag auf Einstellung des Insolvenzverfahrens mit Zustimmung der Gläubiger gem. § 213 InsO ist für den Zeitpunkt der Verlustrealisierung ohne Bedeutung, wenn aus Ex-ante-Sicht eine solche Fortsetzung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen erschien.

  3. Gehören die Anteile an der GmbH zum Betriebsvermögens eines Einzelunternehmens, dessen Gewinn durch Einnahmen-Überschuss-Rechnung ermittelt wird, kommt eine aufwandswirksame Teilwert-Abschreibung für diese Beteiligung nur im Zeitpunkt ihres endgültigen Verlusts bzw. Untergangs in Betracht (vgl. , BStBl II 2016, 420).

  4. Die gleichen Grundsätze gelten für den Verlust betrieblicher Darlehensforderungen.

  5. Offen bleibt, ob dieser Zeitpunkt nach den Grundsätzen des § 17 EStG zu bestimmen ist oder erst bei Abschluss des Insolvenzverfahrens eintritt.

Fundstelle(n):
SAAAH-14139

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