EStH H 17 (8) (Zu § 17 EStG)

Zu § 17 EStG

H 17 (8)

Einlage einer wertgeminderten Beteiligung

  • Bei Einbringung einer wertgeminderten Beteiligung i. S. d. § 17 Abs. 1 Satz 1 EStG aus dem Privatvermögen in das betriebliche Gesamthandsvermögen einer Personengesellschaft gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten entsteht ein Veräußerungsverlust, der im Zeitpunkt der Einbringung nach Maßgabe des § 17 Abs. 2 Satz 6 EStG zu berücksichtigen ist (> BStBl I S. 462).

  • Eine Beteiligung i. S. d. § 17 EStG, deren Wert im Zeitpunkt der Einlage in das Einzelbetriebsvermögen unter die Anschaffungskosten gesunken ist, ist mit den Anschaffungskosten einzulegen. Wegen dieses Wertverlusts kann eine Teilwertabschreibung nicht beansprucht werden. Die Wertminderung ist erst in dem Zeitpunkt steuermindernd zu berücksichtigen, in dem die Beteiligung veräußert wird oder gem. § 17 Abs. 4 EStG als veräußert gilt, sofern ein hierbei realisierter Veräußerungsverlust nach § 17 Abs. 2 EStG zu berücksichtigen wäre (> BStBl 2010 II S. 162 und BStBl 2018 II S. 426 ).

Einlage von Forderungen aus Gesellschafterdarlehen, die mit wertgeminderten Beteiligungen in Zusammenhang stehen

Die Grundsätze zur Bewertung der Einlage wertgeminderter Beteiligungen i. S. d. § 17 EStG in ein Betriebsvermögen sind entsprechend auf die Bewertung der Einlage solcher wertgeminderter Forderungen aus Gesellschafterdarlehen anzuwenden, deren Ausfall sich im Falle der weiteren Zugehörigkeit der Forderung und der korrespondierenden Beteiligung zum Privatvermögen bei der Verwirklichung eines Realisationstatbestandes nach § 17 EStG einkommensteuerrechtlich ausgewirkt hätte. Auch für eingelegte wertgeminderte Forderungen kommt keine Teilwertabschreibung in Betracht (>BStBl 2018 II S. 426).

Fundstelle(n):
zur Änderungsdokumentation
GAAAH-12818

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