Dokument Zur Abberufung eines Aufsichtsratsmitglieds

Dokumentvorschau

StuB 3/2019 S. 136

Zur Abberufung eines Aufsichtsratsmitglieds

Nicht jede öffentliche Kritik am Vorstand oder auch schwerwiegende Auseinandersetzungen innerhalb des Aufsichtsrats sind für sich betrachtet geeignet, die Abberufung des betreffenden „kritischen“ Aufsichtsratsmitglieds zu rechtfertigen, so der Beschluss des OLG München vom 28.8.2018 - 31 Wx 61/17 PAAAH-03957. Entscheidend ist, dass sein weiteres Verbleiben im Amt für die Gesellschaft schlichtweg unzumutbar ist. Dies ist unter Berücksichtigung des jeweiligen Einzelfalls nur bei grober Pflichtverletzung des Aufsichtsratsmitglieds und/oder Unfähigkeit zur Wahrnehmung der ihm obliegenden Aufsichtsratsaufgaben zu bejahen (§ 84 Abs. 3 Satz 2 AktG entsprechend). Die bloße Nichtteilnahme an Aufsichtsratssitzungen kann deshalb allenfalls dann einen wichtigen Grund darstellen, wenn das Fernbleiben auf eine entsprechende Boykotthaltung des Aufsichtsratsmitglieds schließen lässt.

Erwerben Sie das Dokument, um den gesamten Inhalt lesen zu können.
notification message Rückgängig machen