Dokument FG München, Urteil v. 11.06.2018 - 7 K 634/17

Preis: € 5,00 Nutzungsdauer: 30 Tage

Dokumentvorschau

FG München Urteil v. - 7 K 634/17 EFG 2018 S. 1388 Nr. 16

Gesetze: KStG § 8 Abs. 3 S. 2, KStG § 8 Abs. 1, EStG § 4 Abs. 1, EStG § 4 Abs. 4

Kein Nachweis der betrieblichen Veranlassung von Aufwendungen einer GmbH notwendig

FA trägt Beweislast für vGA

Leitsatz

1. Eine Kapitalgesellschaft verfügt aus körperschaftsteuerlicher Sicht über keine außerbetriebliche Sphäre so dass alle Aufwendungen der Klägerin als Betriebsausgabe und sämtliche von der Gesellschaft angeschaffte Wirtschaftsgüter als Betriebsvermögen zu behandeln sind; ein Nachweis der betrieblichen Veranlassung von Aufwendungen einer GmbH ist daher nicht notwendig.

2. Lediglich bei einer gesellschaftsrechtlichen Veranlassung der Aufwendungen ist nach § 8 Abs. 3 S. 2 KStG eine außerbilanzielle Hinzurechnung der Aufwendungen notwendig. Dafür trägt das FA die Beweislast (objektive Feststellungslast).

3. Bestreitet die GmbH eine private Nutzung eines zu ihrem Betriebsvermögen gehörenden Mercedes und steht dem alleinigen Gesellschafter und Geschäftsführer für private Fahrten ein anderes, privates Fahrzeug von Mercedes zur Verfügung, das dem betrieblichen Fahrzeug in Status und Gebrauchswert vergleichbar ist bzw. einen höheren Gebrauchswert hat, ist nach den Grundsätzen des ) der Anscheinsbeweis für eine private Nutzung des betrieblichen Pkw's entkräftet. Zur Annahme einer vGA müsste das FA eine private Nutzung des betrieblichen Fahrzeugs beweisen.

Auf diese Entscheidung wird Bezug genommen in folgenden Gerichtsentscheidungen:

Fundstelle(n):
BBK-Kurznachricht Nr. 20/2018 S. 940
DB 2018 S. 2522 Nr. 42
DStZ 2018 S. 598 Nr. 17
EFG 2018 S. 1388 Nr. 16
GmbH-StB 2018 S. 333 Nr. 10
KÖSDI 2018 S. 20901 Nr. 9
NWB-Eilnachricht Nr. 39/2018 S. 2834
XAAAG-90604

Erwerben Sie das Dokument, um den gesamten Inhalt lesen zu können.
notification message Rückgängig machen