XIV. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen
Jahrgang 2019
Auflage 3
ISBN der Online-Version: 978-3-482-61693-8
ISBN der gedruckten Version: 978-3-482-59423-6

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Jahresabschluss kompakt (3. Auflage)

WP/StB Prof. Dr. Holger Philipps und WP/StB Armin Wilting

1. Wesentliches zur Bilanzposition

1.1 Positionsinhalt

Für unmittelbare Zusagen des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer auf eine Versorgungsleistung, aus denen das Unternehmen rechtlich oder faktisch verpflichtet ist, ist handelsrechtlich eine Rückstellung gem. § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB zu bilden.

Die Pensionsverpflichtung umfasst:

  • Altersruhegelder,

  • Invaliditätsrenten,

  • Hinterbliebenenversorgung (Witwen- und Waisenrente) und

  • Vorruhestandsverpflichtungen.

Die Bildung der Rückstellung erfolgt bereits bei der Erteilung der Zusage, also auch auf Anwartschaften.

Die Steuergesetzgebung hat die Bildung von Pensionsrückstellungen an strenge Voraussetzungen geknüpft, die allerdings für den Ansatz in der Handelsbilanz nicht maßgeblich sind. Diese Voraussetzungen für den Ansatz sind gem. § 6a EStG:

  • Rechtsverbindliche Verpflichtung aufgrund Einzelvertrag, Gesamtzusage, Betriebsvereinbarung oder Tarifvertrag,

  • Schriftform und

  • unwiderrufliche Erteilung der Zusage.

Für den handelsrechtlichen Ansatz ist demgegenüber weder erforderlich, dass der Pensionsberechtigte bereits einen rechtlichen ...

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