Dokument Besteuerung der Land- und Forstwirtschaft - Aktuelle Fragen zu ertragsteuerrechtlichen Besonderheiten des Weinbaus

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NWB Nr. 1 vom 08.01.2018 Seite 28

Besteuerung der Land- und Forstwirtschaft

Aktuelle Fragen zu ertragsteuerrechtlichen Besonderheiten des Weinbaus

Steffen Wiegand

Die [i]Agatha/Eisele/ Fichtelmann/Schmitz/ Walter, Besteuerung der Land- und Forstwirtschaft, NWB Verlag Herne, 8. Aufl. 2017, ISBN: 978-3-482-49308-9Abgrenzungsregelungen der R 15.5 EStR 2012 entfalten mit Blick auf den allmählichen Strukturwandel ab dem Wirtschaftsjahr 2016/2017 erstmals seit ihrem Inkrafttreten ihre volle Wirkung. In diesem Zusammenhang hat das (BStBl 2017 I S. 1431) zu bislang offengebliebenen Fragen im Bereich des Weinbaus Stellung genommen. Der Beitrag geht deshalb der Frage nach, welche ertragsteuerrechtlichen Besonderheiten im Allgemeinen und jeweils im Rahmen der Gewinnermittlung nach § 13a EStG und § 4 Abs. 3 EStG für die Veranlagungszeiträume 2016 ff. im Besonderen zu beachten sind. Praktische Hinweise anhand der Steuererklärungsvordrucke 2016 und Beispiele runden den Beitrag ab.

Eine Kurzfassung dieses Beitrags finden Sie in .

I. Abgrenzung zwischen Wein- und Obstbau

[i]Erzeugung von Keltertrauben ist Weinbau, Erzeugung von Tafeltrauben Obstbau Unter dem Begriff „Weinbau“ ist die landwirtschaftliche Kultivierung von Weinreben und deren Verwertung insbesondere zum Zweck der Weinerzeugung zu verstehen. Für den Weinbau existierten seit dem Mittelalter spezifische Regelungen. Daraus abgeleitet waren der Anbau der Reben und die Weinherstellung traditionell derart eng miteinander verknüpft, dass der Trauben- und Safterzeugung keine besondere Bedeutung beigemessen wurde. Aufgrund...

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