Dokument Finanzgericht Düsseldorf v. 17.10.2017 - 6 K 1141/14 K,G,F

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Finanzgericht Düsseldorf   v. - 6 K 1141/14 K,G,F

Gesetze: KStG § 1 Abs. 1 Nr. 1KStG § 8 Abs. 1InvStG § 2 Abs. 1 Satz 1InvStG § 2 Abs. 2InvStG § 4 Abs. 1InvStG § 4 Abs. 2EStG § 20 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1EStG § 43 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1EStG § 50d Abs. 9 Satz 1 Nr. 1DBA-Luxemburg Art. 2 Abs. 1 Nr. 1 DBA-Luxemburg Art. 2 Abs. 2 DBA-Luxemburg Art. 13 Abs. 1 DBA-Luxemburg Art. 13 Abs. 2 DBA-Luxemburg Art. 20 Abs. 1 DBA-Luxemburg Art. 20 Abs. 2 Satz 1 DBA-Luxemburg Art. 20 Abs. 2 Satz 3

Qualifikation der Ausschüttungen eines luxemburgischen Investmentfonds in der Rechtsform einer S.A. (SICAV) als Dividenden – Anwendungsbereich des Schachtelprivilegs nach DBA-Luxemburg – Nichtausübung des Quellenbesteuerungsrechts

Leitsatz

  1. Die Ausschüttungen eines in Luxemburg ansässigen und dort von der Körperschaft- und Quellensteuer befreiten Investmentfonds (SICAV: Société d'Investissement à Capital Variable) an eine qualifiziert (über 25 % ) beteiligte inländische Kapitalgesellschaft unterliegen als Schachteldividenden i.S.d. Art. 20 Abs. 2 Satz 3 DBA-Luxemburg 1958/1973 nicht dem deutschen Besteuerungsrecht.

  2. Bei einer in der Rechtsform einer S.A. geführten SICAV handelt es sich um eine Kapitalgesellschaft i.S.d. Art. 20 Abs. 2 Satz 3 DBA-Luxemburg 1958/1973, deren Ausschüttungen ungeachtet der Bestimmungen über die transparente Besteuerung ausländischer Investmentfonds in § 4 Abs. 1 und 2 InvStG als dem Schachtelprivileg unterfallende Dividenden im Sinne dieser Abkommensregelung zu qualifizieren sind.

  3. Das Besteuerungsrecht Luxemburgs nach Art. 13 Abs. 2 DBA-Luxemburg 1958/1973 setzt nicht voraus, dass der Quellenstaat sein Besteuerungsrecht tatsächlich ausübt.

Fundstelle(n):
[BAAAG-64003]

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