Dokument Hochschulleitungen zwischen Repräsentation und Ergebnisorientierung – Handlungs(un)fähigkeiten und Vermittlungstaktiken

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BFuP Nr. 6 vom 06.12.2017 Seite 633

Hochschulleitungen zwischen Repräsentation und Ergebnisorientierung – Handlungs(un)fähigkeiten und Vermittlungstaktiken

Hendrik Woiwode, M.A., Prof. Dr. Jetta Frost und Dr. Fabian Hattke, Universität Hamburg

Die Stärkung strategischer Handlungsfähigkeit von Universitäten ist ein zentrales Anliegen wissenschaftspolitischer Reformbestrebungen. Universitäten erhalten institutionell mehr Autonomie, müssen aber zunehmend in Zielvereinbarungen mit dem Staat ihre strategischen Überlegungen in zu erreichende Kennzahlen operationalisieren und regelhaft quantifizieren. Viele Landeshochschulgesetze (LHG) sehen dafür vermehrte Steuerungsbefugnisse für die universitären Leitungsorgane vor. Zugleich garantieren die Landeshochschulgesetze weiterhin umfängliche partizipative Entscheidungsrechte für die zahlreichen Gremien im Rahmen der traditionellen akademischen Selbstverwaltung. Dies eröffnet ein Spannungsfeld, weil mit den jeweils intendierten Steuerungsprinzipien im Hochschulalltag durchaus widersprüchliche Führungsanforderungen verbunden sind. Ziel des vorliegenden Beitrags ist es, erstens diese Widersprüche zu analysieren und zweitens herauszuarbeiten, welche Handlungsspielräume innerhalb von Universitäten bestehen und wie diese für die Steuerung genutzt werden können. Wir ziehen dazu qualitatives Interviewmaterial mit Hochschulleitungen heran, um aufzuzeigen, welche Vermittlungstaktiken Leitungsorgane entwickeln können, um mit den identifizierten Widersprüchen umgehen, Handlungsunfähigkeiten vermeiden und Strategien umsetzen zu können.

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