Dokument ERP-Systeme im Ertrag- und Bilanzsteuerrecht - Erörterung und Praxishinweise zu den Stellungnahmen des BMF und IDW

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NWB Nr. 22 vom 29.05.2017 Seite 1651

ERP-Systeme im Ertrag- und Bilanzsteuerrecht

Erörterung und Praxishinweise zu den Stellungnahmen des BMF und IDW

Christian Dobner und Florian Hagl

Die handelsrechtliche Beurteilung der Aufwendungen für ein ERP-System ist von der steuerlichen Beurteilung zu unterscheiden. Aufgrund der Neufassung des § 248 Abs. 2 HGB und dem damit einhergehenden Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in der Handelsbilanz durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz vom 25.5.2009 (BGBl 2009 I S. 1102) können sich zwischen handels- und steuerbilanzieller Behandlung Unterschiede ergeben. Es ist abzugrenzen, wann in der Praxis ein ERP-System sinnvoll eingesetzt werden kann und welche Grundsätze und Besonderheiten für die bilanzsteuerrechtliche Behandlung von ERP-Software gelten. Am 30.6.2004 hat das IDW zur Frage der Behandlung von ERP-Systemen in der Handelsbilanz eine Stellungnahme veröffentlicht und diese am 23.6.2010 neu gefasst. Auch das BMF hat mit Schreiben vom 18.11.2005 (BStBl 2005 I S. 1025) seine Auffassung zur steuerrechtlichen Behandlung der Aufwendungen für diese Softwarelösungen kundgetan. Die zu der Thematik relevanten Stellungnahmen von IDW und BMF sind seit über zehn Jahren in der Literatur nur wenig hinterfragt worden. Für die Praxis ist daher fraglich, inwiefern und inwieweit die Stellungnahme und die Anweisung aus den Jahren 2004 und 2005 noch immer zeitgemäß und zutreffend sind.

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