Dokument FG Baden-Württemberg v. 08.03.2016 - 2 V 2763/15

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FG Baden-Württemberg  v. - 2 V 2763/15 EFG 2017 S. 382 Nr. 5

Gesetze: EStG § 6 Abs. 1 Nr. 1 S. 4 EStG § 6 Abs. 1 Nr. 1 S. 2 EStG § 6 Abs. 1 Nr. 1 S. 3

Teilwertzuschreibung bei einem unbefristeten Fremdwährungsdarlehen in Schweizer Franken

Leitsatz

1. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem Ruückzahlungsbetrag zu bewerten, der sich aus dem Kurs im Zeitpunkt der Darlehensaufnahme ergibt.

2. Eine Festsetzung mit einem höheren Teilwert ist nur dann möglich, wenn zum Bilanzstichtag eine voraussichtlich dauernde Wertveränderung vorliegt.

3. Bei einem unbefristeten Darlehen mit (ordentlicher) Kuündigungsmöglichkeit zum Ende der (kurzen) Zinsbindungsfrist kann nicht wie bei einem befristeten Darlehen mit hoher Restlaufzeit davon ausgegangen werden kann, dass sich Währungsschwankungen bis zum Ende der – unbestimmten – Laufzeit ausgleichen werden.

4. Die Auffassung der baden-wuürttembergischen Finanzverwaltung, dass bei einer Laufzeit von Darlehen uüber einem Jahr stets von einem Ausgleich der Wertschwankungen auszugehen sie, ist zu eng.

5. Bei Fremdwährungsverbindlichkeiten kann von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung ausgegangen werden, wenn die Kursschwankung eine Grenze von 20 % fuür den einzelnen Bilanzstichtag bzw. von 10 % fuür zwei aufeinanderfolgende Stichtage uüberschreitet.

Tatbestand

Auf diese Entscheidung wird Bezug genommen in folgenden Gerichtsentscheidungen:


Fundstelle(n):
BBK-Kurznachricht Nr. 7/2017 S. 310
DB 2017 S. 11 Nr. 9
DStR 2017 S. 6 Nr. 31
DStRE 2017 S. 1353 Nr. 22
EFG 2017 S. 382 Nr. 5
NWB-EV 2017 S. 115 Nr. 4
NWB-Eilnachricht Nr. 10/2017 S. 698
StuB-Bilanzreport Nr. 11/2017 S. 437
Ubg 2017 S. 698 Nr. 12
b&b 2017 S. 9 Nr. 3
UAAAG-37349

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