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Kontierungslexikon vom

Unrichtiger Steuerausweis

Karl-Hermann Eckert

Eine Übersichtsseite zu den Stichwörtern des Kontierungslexikons finden Sie hier: NWB LAAAE-91155.

Zusammenfassung

Ist in einer Rechnung der Ausweis der Umsatzsteuer fehlerhaft, unterscheidet das Umsatzsteuergesetz zwischen dem unrichtigen Steuerausweis nach § 14c Abs. 1 UStG und dem unberechtigten Steuerausweis nach § 14c Abs. 2 UStG. Die Unterscheidung ist systematisch betrachtet nicht schlüssig, sondern hat ausschließlich praktische Gründe, damit nicht bei einer späteren Korrektur jeder (kleine) Berichtigungsvorgang nach § 14c Abs. 1 UStG von der Beseitigung der Gefährdung des Steueraufkommens des Rechnungsempfängers und der Zustimmung der Finanzbehörde abhängig gemacht werden muss.

Der Beitrag gibt einen Überblick über die materiell-rechtlichen Voraussetzungen der Anwendung des § 14c Abs. 1 UStG und das Berichtigungsverfahren und zeigt die zutreffende Buchung der Umsatzsteuer und der Ertragsteuer auf.

1. Welche Konten werden im SKR 03 oder 04 benötigt?

1.1 SKR 03


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1200
Bank
1400
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
1771
Umsatzsteuer 7 %
1783
In Rechnung unrichtig oder unberechtigt ausgewiesene Steuerbeträge, UStVA Kz. 69
2010
Betriebsfremde Aufwendungen
8300
Erlöse 7 % USt

1.2 SKR 04


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1200
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
1800
Bank
3801
Umsatzsteuer 7 %
3851
In Rechnung unrichtig oder unberechtigt ausgewiesene Steuerbeträge, UStVA Kz. 69
4300
Erlöse 7 % USt
7500
Sonstige betriebsfremde Aufwendungen

2. Rechtsgrundlagen


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3. Wie wird kontiert?

3.1 Rechtsgrundlagen zum unrichtigen Steuerausweis

Hat der Unternehmer in einer Rechnung für eine Lieferung oder sonstige Leistung einen höheren Steuerbetrag gesondert ausgewiesen, als er nach dem Umsatzsteuergesetz für den Umsatz schuldet (unrichtiger Steuerausweis), so schuldet er auch den Mehrbetrag. Es muss sich demnach um einen „Mehrbetrag“ handeln, der in einer Rechnung ausgewiesen wurde. Ein negativer Rechnungsbetrag kann nicht nach § 14c Abs. 1 UStG geschuldet werden. Berichtigt er den Steuerbetrag gegenüber dem Leistungsempfänger, ist § 17 Abs. 1 UStG entsprechend anzuwenden.

Hinweis:

Bei einer Geschäftsveräußerung im Ganzen nach § 1 Abs. 1a UStG und bei einer Rückgängigmachung des Verzichts auf die Steuerbefreiung nach § 9 UStG gelten § 14c Abs. 2 Sätze 3 bis 5 UStG entsprechend (unberechtigter Steuerausweis).

3.2 Grundsätze

§ 14c Abs. 1 UStG gilt nur für Unternehmer. Der Unternehmer muss darüber hinaus persönlich zum Steuerausweis berechtigt sein. Dies stellt klar, dass Kleinunternehmer nach § 19 Abs. 1 UStG nicht von der Regelung des § 14c Abs. 1 UStG erfasst werden: Hier greift die Vorschrift zum unberechtigter Steuerausweis nach § 14c Abs. 2 Satz 1 UStG.

Der Unternehmer oder der von ihm beauftragte Dritte muss eine Rechnung erteilt haben, mit der über eine erbrachte Leistung abgerechnet wird. Das Abrechnungsdokument braucht nicht alle Merkmale des § 14 Abs. 4 UStG aufzuweisen; es reicht aus, wenn die Rechnung nach ihrem äußeren Erscheinungsbild den Vorsteuerabzug nach § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 UStG eröffnen kann. Es genügt, wenn es sich um ein Dokument handelt, das Folgendes ausweist:

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