VII. Einkünfte aus Kapitalvermögen (§ 20
		EStG)
Jahrgang 2016
Auflage 4
ISBN der Online-Version: 978-3-482-77383-9
ISBN der gedruckten Version: 978-3-482-64564-8

Onlinebuch Praxis-Leitfaden Einkommensteuer 2015/2016

Preis: € 36,90 Nutzungsdauer: 5 Jahre

Dokumentvorschau

Praxis-Leitfaden Einkommensteuer 2015/2016 (4. Auflage)

VII. Einkünfte aus Kapitalvermögen (§ 20 EStG)

S. 73

Einkünfte aus Kapitalvermögen werden als Überschuss der Einnahmen über den Sparer-Pauschbetrag (§ 2 Abs. 2 Satz 2 EStG) ermittelt. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Zins- bzw. Dividendeneinnahmen aller Art.

1. Einheitlicher Steuersatz, Abgeltungsprinzip

Im Privatvermögen erzielte Einkünfte aus Kapitalvermögen bilden eine von den übrigen sechs Einkunftsarten getrennte Einkunftsart.

Damit gilt die sog. „duale“ Einkommensbesteuerung, d. h. einer niedrigeren und proportionalen Besteuerung des Faktors Kapital gegenüber einer progressiven Besteuerung des Faktors Arbeit.

Einkünfte aus Kapitalvermögen sind u. a. durch folgende Merkmale gekennzeichnet:

  • Private Kapitaleinkünfte werden grundsätzlich mit einem einheitlichen Steuersatz von 25 % zzgl. SolZ und evtl. KiSt besteuert (§ 32d Abs. 1 Satz 1 EStG, § 43a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG).

  • Bemessungsgrundlage ist der Kapitalertrag, von dem ein Sparer-Pauschbetrag von 801 € (bzw. 1.602 € bei zusammenveranlagten Ehegatten) abzuziehen ist, wenn ein Freistellungsauftrag erteilt worden ist. Auf die verbleibende Bemessungsgrundlage wird die Abgeltungsteuer erhoben.

  • Die Einkommensteuer auf private Kapitaleinkünfte wird möglichst an der...

Erwerben Sie das Dokument, um den gesamten Inhalt lesen zu können.
notification message Rückgängig machen