BeurkG § 45

Vierter Abschnitt: Behandlung der Urkunden

§ 45 Aushändigung der Urschrift [1]

(1) Die Urschrift der notariellen Urkunde bleibt, wenn sie nicht auszuhändigen ist, in der Verwahrung des Notars.

(2) 1Die Urschrift einer Niederschrift soll nur ausgehändigt werden, wenn dargelegt wird, daß sie im Ausland verwendet werden soll, und sämtliche Personen zustimmen, die eine Ausfertigung verlangen können. 2In diesem Fall soll die Urschrift mit dem Siegel versehen werden; ferner soll eine Ausfertigung zurückbehalten und auf ihr vermerkt werden, an wen und weshalb die Urschrift ausgehändigt worden ist. 3Die Ausfertigung tritt an die Stelle der Urschrift.

(3) Die Urschrift einer Urkunde, die in der Form eines Vermerks verfaßt ist, ist auszuhändigen, wenn nicht die Verwahrung verlangt wird.

Fundstelle(n):
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EAAAF-74555

1Anm. d. Red.: Gemäß Art. 2 Nr. 10 i. V. mit Art. 11 Abs. 1 Gesetz v. (BGBl I S. 1396) wird § 45 mit Wirkung v. wie folgt geändert:  a) In der Überschrift werden die Wörter „Aushändigung der“ gestrichen.  b) Absatz 2 wird wie folgt gefasst:
„(2) Wird die Urschrift der notariellen Urkunde nach § 56 in ein elektronisches Dokument übertragen und in der elektronischen Urkundensammlung verwahrt, steht die elektronische Fassung der Urschrift derjenigen in Papierform gleich.“  c) Absatz 3 wird aufgehoben.

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