BeurkG § 44a

Vierter Abschnitt: Behandlung der Urkunden

§ 44a Änderungen in den Urkunden [1] [2]

(1) 1Zusätze und sonstige, nicht nur geringfügige Änderungen sollen am Schluß vor den Unterschriften oder am Rande vermerkt und im letzteren Falle von dem Notar besonders unterzeichnet werden. 2Ist der Niederschrift ein Schriftstück nach § 9 Abs. 1 Satz 2, den §§ 14, 37 Abs. 1 Satz 2 beigefügt, so brauchen Änderungen in dem beigefügten Schriftstück nicht unterzeichnet zu werden, wenn aus der Niederschrift hervorgeht, daß sie genehmigt worden sind.

(2) 1Offensichtliche Unrichtigkeiten kann der Notar auch nach Abschluß der Niederschrift durch einen von ihm zu unterschreibenden Nachtragsvermerk richtigstellen. 2Der Nachtragsvermerk ist am Schluß nach den Unterschriften oder auf einem besonderen, mit der Urkunde zu verbindenden Blatt niederzulegen und mit dem Datum der Richtigstellung zu versehen. 3Ergibt sich im übrigen nach Abschluß der Niederschrift die Notwendigkeit einer Änderung oder Berichtigung, so hat der Notar hierüber eine besondere Niederschrift aufzunehmen.

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EAAAF-74555

1Anm. d. Red.: § 44a eingefügt gem. Gesetz v. 31. 8. 1998 (BGBl I S. 2585) mit Wirkung v. 8. 9. 1998.

2Anm. d. Red.: Gemäß Art. 2 Nr. 8 i. V. mit Art. 11 Abs. 1 Gesetz v. (BGBl I S. 1396) wird § 44a Abs. 2 mit Wirkung v. wie folgt geändert:  a) Nach Satz 1 wird folgender Satz eingefügt: „Der Nachtragsvermerk ist mit dem Datum der Richtigstellung zu versehen.“  b) In dem neuen Satz 3 werden die Wörter „und mit dem Datum der Richtigstellung zu versehen“ gestrichen.  c) Nach dem neuen Satz 3 wird folgender Satz eingefügt: „Wird die elektronische Fassung der Urschrift zum Zeitpunkt der Richtigstellung bereits in der elektronischen Urkundensammlung verwahrt, darf der Nachtragsvermerk nur noch auf einem gesonderten, mit der Urkunde zu verbindenden Blatt niedergelegt werden.“  d) Der bisherige Satz 3 wird Absatz 3.

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