Dokument Verfallene Optionen führen zu steuerbaren Verlusten bei den Einkünften aus Kapitalvermögen im Rahmen der Abgeltungsteuer

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NWB Nr. 11 vom 14.03.2016 Seite 750

Verfallene Optionen führen zu steuerbaren Verlusten bei den Einkünften aus Kapitalvermögen im Rahmen der Abgeltungsteuer

von Dr. Lukas Karrenbrock, Koblenz

Momentan vergeht kaum ein Monat ohne eine grundlegende Entscheidung des BFH zur Abgeltungsteuer. Mit drei jüngst veröffentlichten Urteilen hat der IX. Senat nun klargestellt, dass Verluste aus dem Verfall von Optionen steuerbar sind und somit die Einkünfte aus Kapitalvermögen mindern; diesem Ergebnis stehe auch nicht das Werbungskostenabzugsverbot des § 20 Abs. 9 EStG entgegen (BFH, Urteile vom 12. 1. 2016 - IX R 48/14 EAAAF-67949, IX R 49/14 BAAAF-67950, IX R 50/14 LAAAF-67951). Die Entscheidungen ergingen entgegen dem BMF-Schreiben „Einzelfragen zur Abgeltungsteuer“, wonach Anschaffungs- und Anschaffungsnebenkosten einkommensteuerlich ohne Bedeutung sind, wenn der Inhaber von Kauf- oder Verkauf-optionen diese am Ende der Laufzeit verfallen lässt ( BMF, Schreiben vom 9. 10. 2012, BStBl 2012 I S. 953, Rn. 27, 32). Nach Auffassung der Finanzverwaltung führt nur ein Veräußerungsverlust aus einem Optionsgeschäft zu negativen Einkünften aus Kapitalvermögen, nicht aber ein Verfallen des Optionsscheins aufgrund dessen Wertlosigkeit.

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