Dokument Abgeltungsteuer bei mittelbarer Beteiligung an Kapitalgesellschaft

Dokumentvorschau

FG Rheinland-Pfalz 2 K 1036/13, KSR 2/2016 S. 12

Abgeltungsteuer bei mittelbarer Beteiligung an Kapitalgesellschaft

Kapitalerträge unterliegen grundsätzlich der Abgeltungsteuer. Allerdings hat der Gesetzgeber einen Ausnahmetatbestand in § 32d EStG u. a. für sonstige Kapitalforderungen, stille Gesellschaften und partiarische Darlehen geschaffen. Danach soll nicht die Abgeltungsteuer, sondern der persönliche Steuertarif Anwendung finden, wenn der Anteilseigner zu mindestens 10 % an der Gesellschaft beteiligt ist (§ 32d Abs. 2 Nr. 1 Buchst. b Satz 1 EStG). Nach Ansicht der Finanzverwaltung ist auch eine mittelbare Beteiligung in die Berechnung der Mindestbeteiligung von 10 % einzubeziehen (BMF, Schreiben vom 9. 10. 2012, BStBl 2012 I S. 953, Tz. 137). Dagegen hat das FG Rheinland-Pfalz entschieden, dass von einer Kapitalgesellschaft an eine mittelbar beteiligte Person gezahlte Kapitalerträge nicht der tariflichen Einkommensteuer unterliegen, sondern der Abgeltungsteuer.

Erwerben Sie das Dokument, um den gesamten Inhalt lesen zu können.
notification message Rückgängig machen