Dokument Konzernabschluss und Zinsschranke (HGB, EStG, IFRS)

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Konzernabschluss und Zinsschranke (HGB, EStG, IFRS)

Prof. Dr. Matthias Wolz

1. Begriff und Überblick

Die Zinsschranke wurde im Zuge des UntStRG 2008 eingeführt und findet sich in § 4h EStG sowie in § 8a KStG, womit sie grundsätzlich rechtsformunabhängig gilt, d. h. sowohl für Personengesellschaften als auch für Körperschaften, vor allem Kapitalgesellschaften. Allerdings wird der Adressatenkreis durch eine sog. Konzernklausel de facto auf konzerngebundene Unternehmen eingeschränkt und wirkt damit als steuerliches Konstrukt lediglich im Rahmen einer steuerlichen Organschaft.

Mit ihrer Einführung verfolgte der Gesetzgeber zwei Ziele:

  • Anreize für international tätige Konzerne zu setzen, ihre Gewinne ins Inland zu verlagern;

  • Verringerung der inländischen Besteuerungsgrundlage durch Verlagerung von Aufwand aus Fremdfinanzierungen ins Inland vermeiden.

Rein technisch wird dies dadurch erreicht, dass Fremdfinanzierungsaufwand in begrenztem Umfang als Betriebsausgabe angesetzt werden kann, wobei die Höhe der Anrechnungsgrenze erfolgsabhängig ausgestaltet ist (30 % des steuerlichen EBITDA).

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