Dokument Elektronische Steuererklärung (ELSTER) – Haftungsfalle für Steuerberater

Preis: € 1,00 Nutzungsdauer: 30 Tage

Dokumentvorschau

NWB Nr. 40 vom 30.09.2013 Seite 3179

Elektronische Steuererklärung (ELSTER) – Haftungsfalle für Steuerberater

Spätestens nach dem jüngsten BFH-Urteil vom 16. 5. 2013 - III R 12/12 EAAAE-42099 kann dem Steuerberater die elektronische Übermittlung von Steuererklärungen zum Verhängnis werden: Den Steuerberater trifft ein grobes Verschulden am nachträglichen Bekanntwerden von Tatsachen, wenn er dem Steuerpflichtigen nur das komprimierte Formular zur Überprüfung aushändigt, ohne vorher den vollständigen Sachverhalt ermittelt zu haben. Im Streitfall konnte der in der komprimierten Steuererklärung unberücksichtigt gebliebene Sachverhalt nachträglich nicht mehr berücksichtigt werden. Der Steuerpflichtige blieb so auf der zu hohen Steuerlast sitzen. Die zunehmende elektronische Kommunikation sei zu befürworten – so Harald Elster, Präsident des Deutschen Steuerberaterverbands e. V. –, da sie allen Beteiligten das Verfahren generell erleichtern solle. Dieses Urteil bestätige jedoch, dass die seit der Einführung der elektronischen Steuererklärung kritisierten Nachteile in nicht hinnehmbarer Weise auf die Steuerberaterschaft abgewälzt würden. Um haftungs- sowie steuerstrafrechtliche Risiken einzudämmen, muss die Steuerberaterschaft gerade nach diesem Urteil die alten Papier-Vordrucke wieder bemühen. Nur deren Aushändigung an den Mandanten sowie eine Freigabe der erklärten Daten durch die Unterzeichnung des kompletten Ausdrucks schützt den Berater. Andernfalls nimmt er dem Steuerpflichtigen die Möglichkeit, die erklärten Angaben auf Vollständigkeit und Richtigkeit zu überprüfen – so der BFH. Dies gelte unabhängig von dem zur Datenübertragung verwendeten Programm.

Erwerben Sie das Dokument, um den gesamten Inhalt lesen zu können.
notification message Rückgängig machen