Dokument Das Ende der bilanziellen Schwebe

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StuB Nr. 18 vom 27.09.2013 Seite 677

Das Ende der bilanziellen Schwebe

WP/StB Prof. Dr. Wolf-Dieter Hoffmann, Freiburg

I. Die Nichtbilanzierung während der Schwebe

Ein schwebendes Geschäft liegt vor, wenn der Bilanzierer mit seinem Vertragspartner kontrahiert hat, die bedungene Sachleistungsverpflichtung aber noch nicht erbracht ist.

Beispiel

  • Es kann sich um ein Einmalgeschäft handeln – der Bilanzierer kauft am eine Partie Gussstahl Typ XY mit Lieferung am . Am Bilanzstichtag wird dieses Geschäft nicht erfasst.

  • Den anderen Anwendungsfall stellt das Dauerschuldverhältnis dar, also z. B. der Mietvertrag vom mit Laufzeit bis zum , der in der Bilanz zum ebenfalls nicht erscheint, d. h. die Forderung auf Mietzahlung bzw. die Verpflichtung zur Raumüberlassung für die Zeit bis zum wird nicht bilanziert.

Die Rechtfertigung der Nichtbilanzierung wird gewöhnlich in der Ausgeglichenheitsvermutung von Sach- und Gegenleistung gesehen. Mitunter wird auch das Vorsichtsprinzip ins Feld geführt, was nicht recht einleuchten will, weil (auch) die Verbindlichkeit – Lieferung des Gussstahls, Überlassung der Mieträume – nicht angesetzt wird. Jedenfalls wird eine (rechtlich bestehende) Forderung oder Verbindlichkeit nicht bilanziert, weil die Sachleistung am Bilanzstic...

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