Dokument Die ertragsteuerliche Transparenz der Zebragesellschaft - Übertragung von Wirtschaftsgütern auf Zebragesellschaften – BFH-Urteil vom 26. 4. 2012

Preis: € 7,00 Nutzungsdauer: 30 Tage

Dokumentvorschau

NWB Nr. 39 vom 24.09.2012 Seite 3156

Die ertragsteuerliche Transparenz der Zebragesellschaft

Übertragung von Wirtschaftsgütern auf Zebragesellschaften –

Dr. Thomas Sanna

Eine vermögensverwaltende Personengesellschaft, die sowohl gewerbliche als auch vermögensverwaltende Gesellschafter hat (Zebragesellschaft), gilt im Grundsatz für ertragsteuerliche Zwecke als transparent. Fraglich ist jedoch, wie weit diese grundsätzliche Transparenz reicht. Der BFH hat in kurzer zeitlicher Abfolge zweimal zur Zebragesellschaft Stellung genommen. Der IV. Senat hat mit Urteil vom 26. 4. 2012 - IV R 44/09 VAAAE-14040 unter Betonung der ertragsteuerlichen Transparenz der Zebragesellschaft entschieden, dass die Veräußerung eines Wirtschaftsguts an eine Zebragesellschaft von einem gewerblich beteiligten Gesellschafter insoweit nicht zur Aufdeckung von stillen Reserven führt, als der veräußernde Gesellschafter an der Zebragesellschaft beteiligt ist. Demgegenüber versagte der I. Senat in seiner Entscheidung vom 19. 10. 2010 - I R 67/09 (BStBl 2011 II S. 367) die Anwendung der erweiterten gewerbesteuerlichen Grundstückskürzung, wenn eine Immobilie nicht direkt, sondern mittelbar über eine Zebragesellschaft gehalten wird. Nachstehend wird der Frage nachgegangen, ob zwischen diesen beiden Entscheidungen ein Widerspruch besteht und anhand von weiteren Beispielen zur Reichweite der Bruchteilsbetrachtung Stellung genommen.

Erwerben Sie das Dokument, um den gesamten Inhalt lesen zu können.
notification message Rückgängig machen