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infoCenter (Stand: Oktober 2019)

Risikomanagement

Prof. Dr. Marc Eulerich

I. Ziele des Risikomanagements

Unternehmen und Organisationen sehen sich heute einer Vielzahl möglicher Risiken ausgesetzt, welche idealerweise alle gesteuert werden sollten. Das Risiko beginnt mit der Strategieformulierung und der Zielsetzung des Unternehmens. Da keine zwei Organisationen identisch sind, haben einzelne Unternehmen einzigartige Strategien und Ziele und sind auch unterschiedlichen Risikoarten ausgesetzt. Dabei stellt das Risiko keine Einzelschätzung dar, sondern stellt eine Reihe von Möglichkeiten bzw. Situationen dar, wobei insbesondere durch Unsicherheit das Risiko erhöht werden kann.

Grundsätzlich hat die unternehmerische Tätigkeit immer auch ein gewisses Risiko. Dieses inhärente Risiko ist somit der Ausgangspunkt unserer Betrachtung. Durch die Verarbeitung des inhärenten Risikos sollte idealerweise eine Risikoreduktion erfolgen, so dass im Anschluss das Restrisiko (Residualrisiko) vorhanden bleibt. Je effektiver die getroffenen Maßnahmen, desto geringer ist das Restrisiko.

Das Konzept der Steuerung dieser Risiken kann vereinfacht als Risikomanagement zusammengefasst werden.

Der Begriff des Risikomanagements steht für die unternehmensweite Messung, Steuerung und Überwachung aller unternehmerischen Risiken. Eine mögliche konkrete Definition lautet: Unter dem Begriff des Risikomanagements summiert sich die unternehmensweite Messung, Steuerung und Überwachung aller tatsächlichen und potenziellen Unternehmensrisiken. Dabei sollen durch das Risikomanagement die identifizierten Risikofelder bewertet werden, um aus unternehmerischer Sicht kontrollierbar zu werden. Ein erfolgreiches Risikomanagement bedeutet allerdings nicht, dass alle Risiken für ein Unternehmen beseitigt werden. Hierzu zählen beispielsweise betriebswirtschaftliche Risiken, aber auch Risiken der Compliance oder operative Risiken. Ziel ist dabei der kontrollierte Umgang mit allen Unternehmensrisiken, was neben der Risikovermeidung und -reduktion auch das Eingehen von zweckmäßigen Risiken impliziert. Dabei dient das Risikomanagement der langfristigen Sicherung des Unternehmens, da durch die frühzeitige Erkennung und systematische Steuerung von Risiken die Risikoposition verbessert wird und z. B. Wettbewerbsvorteile aufgebaut werden können ohne existenzgefährdende Risiken zu vernachlässigen.

Hierbei ist zu berücksichtigen, dass Risiken sich aus verschiedenen Aspekten ergeben:

  • Das Risiko beginnt mit der Strategieformulierung und der Zielsetzung des Unternehmens.

  • Das Risiko stellt keine Einzelschätzung dar, sondern eine Reihe möglicher Ergebnisse.

  • Risiken können sich darauf beziehen, schlechte Dinge zu verhindern oder nicht sicherzustellen, dass gute Dinge passieren.

  • Risiken sind in allen Aspekten eines Unternehmens/Lebens inhärent.

Vor diesem Hintergrund sind zwei verschiedene Risikotypen zu unterscheiden. Das inhärente Risiko ist die Kombination von internen und externen Risikofaktoren in ihrem reinen, unkontrollierten Zustand oder das bestehende Bruttorisiko, sofern keine internen Kontrollen vorhanden sind. Wohingegen das Restrisiko der Teil des inhärenten Risikos ist, der nach der Ausführung der Risikomanagementmaßnahmen durch das Management verbleibt (manchmal auch als Nettorisiko bezeichnet).

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