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PiR Nr. 7 vom Seite 234

Kundengewinnungskosten

WP/StB Prof Dr. Wolf-Dieter Hoffmann, Freiburg

I. Zum Thema

Der Begriff in der Überschrift ist für die bilanzrechtliche Betrachtung zu allgemein gehalten. Werbemaßnahmen aller Art dienen der Kundengewinnung. Präziser ist der angelsächsische Begriff der subscriber acquisition costs mit der angedeuteten vertraglichen Bindung. Der englische Begriff entstammt der Telekommunikationsbranche, dem Geschäftsmodell der Internetbetreiber und den dort waltenden Usancen zur Gewinnung neuer Kundenbeziehungen. Der Telekommunikationsanbieter oder dessen Händler bietet einem neuen Kunden gegen Abschluss eines zweijährigen Nutzungsvertrags ein Mobiltelefon in verbilligter oder unentgeltlicher Form an. Der Dienstleister erhofft sich dadurch nicht nur Einnahmen aus laufenden Gesprächsgebühren, sondern auch aus der Fortsetzung des Vertrags nach Ablauf der Zweijahresfrist.

II. Die bilanziellen Eckpunkte

1. Überblick

Bei der Abklärung der Abbildung im Jahresabschluss stellt sich eine ganze Reihe von Fragen:

  • Liegen (generell nicht aktivierbare) Vertriebskosten – sowohl nach HGB/EStG als auch nach IFRS – vor?

  • Liegt ein (abstrakt nach IAS 38.21 und § 246 Abs. 1 Satz 1 HGB bilanzierbarer) immaterieller Vermögenswert oder nach HGB/EStG ein ...

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