Dokument Bilanzierung von Staatsanleihen nach IFRS - Unterschiedliche Handhabung bei Banken im Falle Griechenlands

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PiR Nr. 1 vom 13.01.2012 Seite 17

Bilanzierung von Staatsanleihen nach IFRS

Unterschiedliche Handhabung bei Banken im Falle Griechenlands

Dr. Gebhard Zemke

Vor dem Hintergrund der aktuellen Staatsschuldenkrise Griechenlands und der angespannten wirtschaftlichen Lage in weiteren EU-Ländern rückt (wieder einmal) die Bilanzierung börsennotierter Staatsanleihen in den Fokus. Im Folgenden wird die Bewertung am Beispiel griechischer Staatsanleihen näher betrachtet.

Kernaussagen
  • Kreditinstitute haben oft in erhöhtem Maße in Staatsanleihen investiert. Von aktueller Bedeutung ist die Frage der Bilanzierung und Bewertung von sog. „PIIGS”-Anleihen nach IFRS.

  • Obwohl in IAS 39 konkrete Vorgaben zu den Bewertungsprinzipien von originären finanziellen Vermögenswerten existieren, treten in der Bewertungspraxis – einer nicht einheitlichen Bewertung geschuldet – regelmäßig Unklarheiten und Fragen auf.

  • Am Beispiel Griechenlands ist dies vor allem die Frage nach der Wertminderungshöhe. Eine außerplanmäßige Abschreibung bei griechischen Staatsanleihen erscheint unumgänglich und unterliegt bei einer Kategorisierung von Anleihen als AfS-Werte dem Primat des Marktpreises.

Zülch, Fair Value, infoCenter NWB VAAAC-32161

I. Einleitung

Typischerweise haben Kreditinstitute in nicht geringem Umfang in Staatsanleihen investiert, d...

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