Dokument Konzeptionelle Verbindung von Target Costing und Benchmarking

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BBK Nr. 24 vom 15.12.2000 Seite 1175 Fach 21 Seite 6143

Konzeptionelle Verbindung von Target Costing und Benchmarking

Dipl.-Kfm. Alexander Sasse und Dipl.-Kfm. Stefan Duderstadt, Nürnberg

Eine Zunahme der Kundenanforderungen hinsichtlich Qualität und Preis sowie immer kürzer werdende Produktlebenszyklen führen zu einem ansteigenden Kostendruck in den Unternehmen. Um diesem Druck standzuhalten, sind die Unternehmen bei der Produktentwicklung gezwungen, kunden- und marktorientiert zu handeln. Folglich müssen innovative Unternehmen in der Lage sein, die Kundenanforderungen unter Realisierung möglichst niedriger Kosten bei der Entwicklung ihrer Produkte zu verwirklichen. Es gilt, die technisch besten Produkte zu den günstigsten Preisen anzubieten. Daher wird in Deutschland seit Anfang der 90er Jahre zur Unterstützung einer erfolgreichen Produktentwicklung vermehrt das Konzept des Target Costing eingesetzt. Der Target-Costing-Prozess lässt sich in drei Schritte unterteilen: Zielkostenfindung, Zielkostenspaltung und Zielkostenerreichung (vgl. hierzu ausführlicher Seidenschwarz, 1993, S. 115 ff., und BBK F. 23 S. 141 ff.). Die Grundidee des Target Costing besteht darin, ausgehend von einem am Markt durchsetzbaren Preis und nach Abzug eines geplanten Zielgewinns die zulässigen Kosten abzuleiten und nicht - wie bisher üblich - den Marktpreis anhand von vorgegebenen Kosten festzusetzen. Um eine kundenorientierte Produktgestaltung sicherstellen zu können, erfolgt dies unter Abstimmung von Produktpreis und Kundennutzen (vgl. Mild/Sasse, BBK F. 26 S. 844). Die Vertreter des Target Costing bedienen sich dabei gewöhnlich der Conjoint Analyse, mit deren Hilfe eine konsequente Marktorientierung hinsichtlich der Preis- und Produktpolitik sichergestellt werden soll (zum Verfahren vgl. Hagenloch, S. 322 ff.). Im sich anschließenden Schritt der Zielkostenspaltung werden die Gesamtproduktkosten auf die einzelnen Produktkomponenten, -baugruppen und -teile aufgespalten. Dies erfolgt i. d. R. über eine funktionsorientierte Verteilung der für das gesamte Produkt festgelegten Zielkosten analog des mit Hilfe der Conjoint Analyse ermittelten Nutzenbeitrags der einzelnen Produktkomponenten zum festgestellten Gesamtnutzen des Produkts. Im Mittelpunkt dieser Konzeption steht demnach die möglichst frühzeitige Gestaltung der Produkte, Prozesse und Ressourcen unter besonderer Beachtung der Marktanforderungen und der Ziele des Unternehmens.

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