Dokument Die Übertragung stiller Reserven gem. § 6b EStG (Teil B)

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BBK Nr. 11 vom 07.06.2002 Seite 487 Fach 13 Seite 4515

Die Übertragung stiller Reserven gem. § 6b EStG (Teil B)

von Dipl.-Kfm. Stefan Wotschofsky und Dipl.-Kff. Susanne Geissler, Augsburg

Die Rücklagenbildung und -auflösung regelt § 6b Abs. 3 EStG. Als Alternative zur Sofortübertragung ermöglicht der Gesetzgeber dem Stpfl. die Bildung einer erfolgsneutralen ”6b-Rücklage” in Höhe des Veräußerungsgewinns im Veräußerungsjahr. Auch wenn im Vorjahr der Veräußerung bzw. im Veräußerungsjahr eine begünstigte Reinvestition vorgenommen wurde, kann der Stpfl. von einer Sofortübertragung absehen, sofern dies steuerlich günstiger ist (vgl. Schoor, S. 255). Werden innerhalb der folgenden vier Jahre geeignete Reinvestitionen vorgenommen, so hat der Stpfl. die Wahl, den o. g. Rücklagenbetrag gem. § 6b Abs. 3 Satz 2 EStG im Jahr der Anschaffung/Herstellung auf die Reinvestitionsobjekte zu übertragen. Auf diese Art kann die sofortige Besteuerung des Veräußerungsgewinns vermieden werden. Der Stpfl. hat die Freiheit, sich innerhalb eines Vierjahreszeitraums für eine steuerlich optimale Reinvestition zu entscheiden (BT-Drucks. IV/2400, S. 64). Die o. g. Anwendungsbedingungen des § 6b EStG gelten für die Sofortübertragung sowie für die Rücklagenbildung und -auflösung.

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