Dokument Ausländische Einkünfte § 34d EStG

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infoCenter (Stand: September 2019)

Ausländische Einkünfte § 34d EStG

Uwe Ritzkat

I. Definition

Unter „Ausländischen Einkünften” sind alle Einkünfte zu verstehen, die, abhängig von verschiedenen Anknüpfungsmerkmalen bei den einzelnen Einkunftsarten, aus einem ausländischen Staat stammen. § 34d EStG benennt für alle Einkunftsarten die Merkmale, die diese Einkünfte zu ausländischen machen (Einkunftsquelle im Ausland).

II. Bedeutung

In § 34d EStG zählt das Gesetz abschließend auf, wann ausländische Einkünfte vorliegen. Die Qualifizierung erfolgt dabei nach innerstaatlichem Recht.

Diese gesetzliche Definition der „ausländischen Einkünfte” hat Bedeutung für die Anwendung der Regelungen der Steuerermäßigung gem. § 34c EStG. Die darin genannte Anrechnung oder der Abzug der ausländischen Steuer kommen nur in Betracht, wenn sich diese Steuer auf ausländische Einkünfte bezieht.

§ 34c EStG regelt das nationale Steuerermäßigungsverfahren bei ausländischen Einkünften gegenüber Staaten, mit denen kein Doppelbesteuerungsabkommen besteht, sowie das Verfahren für die in Doppelbesteuerungsabkommen vorgesehene Anrechnung von ausländischen Steuern in Deutschland.

Liegen keine ausländischen Einkünfte vor, kann allerdings noch das Abzugsverfahren gem. § 34c Abs. 3 EStG in Betracht kommen.

Die besonderen Merkmale für ausländische Einkünfte knüpfen...

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