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Kostenrechnungs- und Controllinglexikon vom

Kuppelprodukte

Prof. Jürgen Grabe und Prof. Dr. Ute Vanini
Begriff:

K. (joint products, Koppelprodukte, Ko-Produkte, Spaltprodukte, verbundene Produkte, Zwangsanfallsprodukte) entstehen zwangsläufig aus naturgesetzlich-technischen Gründen im Rahmen eines gemeinsamen Produktionsprozesses: Wer Produkt A erstellt, erzeugt automatisch auch Produkt B, C, D usw.

Beispiel:

Die Stahlproduktion im Hochofen erbringt auch Gichtgas, Schlacke, Abwärme; bei der Benzinerzeugung fallen auch Heizöl, Schweröl und Bitumen an; im Sägewerk entstehen nicht nur Balken, sondern auch Bretter, Schwarten und Sägespäne. Der Milcherzeugung folgt das Angebot von Rindfleisch, Talg und Rinderleder; dem Eierangebot das Suppenhuhn und (separat) die Federn.

Problem:

(1) Die praxisübliche Unterteilung von K. in Hauptprodukte, Nebenprodukte und Abfälle ist oft unzweckmäßig, weil Abfälle leicht zu Nebenprodukten und Nebenprodukte zu Hauptprodukten werden können. Der bei der Weinerzeugung anfallende Trester kann als organischer Abfall deponiert, als Viehfutter genutzt (= Nebenprodukt) oder zur Tresterschnapsherstellung verwendet werden. Sofern es sich dabei um einen edlen Grappa handelt, ist dieser als Hauptprodukt anzusehen:...

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