Dokument Die kurzfristigen Steuereffekte der „Thesaurierungsbegünstigung” – eine mikrofundierte Analyse

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BFuP Nr. 4 vom 14.08.2009 Seite 422

Die kurzfristigen Steuereffekte der „Thesaurierungsbegünstigung” – eine mikrofundierte Analyse

Von Dr. Michael Broer und und Nadja Dwenger

Mit der Unternehmensteuerreform 2008 wird es Personenunternehmen ermöglicht, Gewinne, die im Unternehmen verbleiben sollen, ermäßigt zu besteuern. Werden diese ermäßigt versteuerten Gewinne zu einem späteren Zeitpunkt entnommen, erfolgt eine Nachbelastung in Höhe von 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag. Einen kurzfristigen steuerlichen Anreiz zur ermäßigt besteuerten Gewinneinbehaltung gibt es somit auf den ersten Blick nicht. Allerdings besteht die Möglichkeit, diese sogenannten Thesaurierung innerhalb von zwei Jahren wieder zurückzunehmen, ohne daß es zu einer steuerlichen Nachbelastung kommt. Somit kann ein Zinsgewinn realisiert werden, der sich aus der Differenz zwischen „Thesaurierungssteuersatz” (28,25 %) und maximalem Grenzsteuersatz der progressiven Einkommensteuer (45 %) ergibt. Dieser Beitrag analysiert auf Basis von Mirkodaten der Gewerbesteuerstatistik den finanziellen Vorteil der Unternehmen.

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