Dokument Die Begünstigung nicht entnommener Gewinne nach § 34a EStG - Anmerkungen zum BMF-Anwendungsschreiben vom 11.8.2008

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StuB Nr. 19 vom 10.10.2008 Seite 745

Die Begünstigung nicht entnommener Gewinne nach § 34a EStG

Anmerkungen zum BMF-Anwendungsschreiben vom 11.8.2008

von Dipl.-Finw. StB Dieter Grützner, Münster

Mit der Einführung der Begünstigung von nicht entnommenen Gewinnen durch § 34a EStG ab dem Veranlagungszeitraum 2008 durch das Unternehmensteuerreformgesetz 2008 sollten die ertragstarken und im internationalen Wettbewerb stehenden Personenunternehmen ähnlich günstige Thesaurierungsbedingungen vorfinden wie Kapitalgesellschaften und dadurch zur Verbesserung ihrer Eigenkapitalstruktur angeregt werden . Diese vom Gesetzgeber erwartete Wirkungsweise wurde von vornherein in Zweifel gezogen. Inzwischen wird durch Hochschullehrer die Abschaffung des § 34a EStG , durch Vertreter der Wirtschaft die Beibehaltung einer Thesaurierungsvergünstigung mit wesentlichen Verbesserungen gegenüber dem gegenwärtigen § 34a EStG gefordert . Gegenwärtig ist offen, ob und in welcher Weise der Gesetzgeber auf diese Forderungen reagieren wird. Das Anwendungsschreiben des BMF vom 11.8.2008 zu § 34a EStG bezieht sich naturgemäß auf die gegenwärtig maßgebende Fassung dieser Vorschrift. Es kann deswegen den wesentlichen Kritikpunkten der vorbezeichneten Stellungnahmen nicht Rechnung tragen. Gegenüber dem mit den Verbänden erörterten Entwurf haben sich – abgesehen von ergänzenden Ausführungen zu grenzüberschreitenden Übertragungen und Überführungen von Wirtschaftsgütern sowie den Verzicht auf Hinweise zu den Aufgaben der jeweils betroffenen Finanzämter – keine wesentlichen Änderungen ergeben.

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