Dokument Asset Backed Securities

Dokumentvorschau

infoCenter (Stand: August 2019)

Asset Backed Securities

Bodo Ebber

I. Definition

Der Begriff „Asset Backed Securities” (kurz: ABS) bedeutet im wörtlichen Sinn „durch Aktiva gedeckte Wertpapiere”.

Ziel der ABS ist es, bisher nicht liquide Vermögensgegenstände (zumeist Forderungen) in festverzinsliche, handelbare Wertpapiere umzuwandeln (sog. Securisation).

II. Funktionsweise der ABS-Finanzierung

Zu diesem Zweck werden bestimmte Aktiva – zumeist Forderungen – eines Unternehmens (Veräußerer bzw. Zedent) an eine Finanzierungs-/Zweckgesellschaft (sog. Special Purpose Vehicle, kurz: SPV), die speziell für diesen Zweck gegründet wurde, veräußert bzw. abgetreten. Die Gesellschaftsanteile an der Finanzierungs-/Zweckgesellschaft werden durch eine unabhängige dritte Partei (z.B. ein Kreditinstitut) gehalten.

Im Gegenzug kann das Unternehmen sofort über den von der Zweckgesellschaft gezahlten Kaufpreis verfügen und erhält so den Wert der eingebrachten Vermögensgegenstände/Forderungen als liquide Mittel, die vom Unternehmen z.B. zur Tilgung von Verbindlichkeiten eingesetzt werden können.

Die Zweckgesellschaft refinanziert sich durch die Verbriefung der Forderungen und die Emission von Wertpapieren oder Schuldscheinen, die jeweils durch die sachenrechtlich übertragenen Fin...

Erwerben Sie das Dokument, um den gesamten Inhalt lesen zu können.
notification message Rückgängig machen