Dokument Analyse des neuen BMF-Schreibens vom 19.9.2006 zum Finanzierungskostenabzugsverbot beim fremdfinanzierten konzerninternen Anteilserwerb (§ 8a Abs. 6 KStG)

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IWB Nr. 22 vom 22.11.2006 Seite 1083 Fach 3 Deutschland Gr. 4 Seite 504

Analyse des neuen zum Finanzierungskostenabzugsverbot beim fremdfinanzierten konzerninternen Anteilserwerb (§ 8a Abs. 6 KStG)

Prof. Dr. Siegfried Grotherr

Um innerhalb eines Kapitalgesellschaftskonzerns die Möglichkeit zu erschweren, das für eine Gesellschafter-Fremdfinanzierung maßgebende Eigenkapital durch eine steuerfreie konzerninterne Anteilsveräußerung (§ 8b Abs. 2 KStG) aufzustocken, hatte der Gesetzgeber in § 8a Abs. 6 KStG ein Finanzierungskostenabzugsverbot normiert, welches zielwidrig beim Erwerber der Gesellschaftsanteile ansetzt. Die Regelung hatte zahlreiche Zweifelsfragen aufgeworfen (vgl. z. B. Grotherr, DStZ 2004, S. 296). Knapp drei Jahre nach Einführung der Vorschrift hat sich die Finanzverwaltung nunmehr eingehend (acht Seiten) zu den wesentlichen Anwendungsproblemen geäußert. Mit Datum vom hat das Bundesministerium der Finanzen auf seiner Webseite ein BMF-Schreiben zur Gesellschafter-Fremdfinanzierung (§ 8a Abs. 6 KStG) veröffentlicht. Der nachfolgende Beitrag analysiert die Stellungnahme der Finanzverwaltung. S. 1084

I. Im Vergleich zu § 8a Abs. 1 KStG steuerverschärfende Anwendungsgrundsätze beim Finanzierungskostenabzugsverbot

1. Keine Gewährung einer Freigrenze

Im (BStBl I 2004, S. 593) hatte sich die Finanzverwaltung bereits dazu geäußert, dass auf die Fremdkapitalvergütungen i. S. des § 8a Abs. 6 KStG die Freigrenze gem. § 8a Abs. 1 Satz 1 KStG i. H. von 250.000 € keine An...

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