Dokument Gründungsbilanz (HGB)

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infoCenter (Stand: Dezember 2019)

Gründungsbilanz (HGB)

Univ.-Prof. Dr. Heinz Kußmaul und Dr. Tim Palm

1. Begriff

Jeder Kaufmann ist zu Beginn seines Handelsgewerbes gem. § 242 Abs. 1 Satz 1 HGB verpflichtet, „einen das Verhältnis seines Vermögens und seiner Schulden darstellenden Abschluss (Eröffnungsbilanz, Bilanz) aufzustellen“. Dies gilt nicht für Einzelkaufleute, die an den Abschlussstichtagen von zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren nicht mehr als 600.000 € Umsatzerlöse und nicht über 60.000 € Jahresüberschuss erzielen (§ 241a Satz 1 HGB). Die Gründungsbilanz ist in zeitlicher Hinsicht also ein auf die Errichtung bzw. den Beginn der Geschäftstätigkeit gerichteter Vermögensstatus. Sie ist nicht mit der jährlich aufzustellenden Eröffnungsbilanz zu verwechseln. Deren Aufgabe besteht vielmehr darin, die Identität der einzelnen Eröffnungsbilanzen mit den Schlussbilanzen der jeweils vorangegangenen Geschäftsjahre sicherzustellen („Bilanzidentität“). Die Grundlage für die Erstellung der Gründungsbilanz ist das Eröffnungsinventar.

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