Dokument Verbilligte Wohnungsmiete innerhalb der Spanne des Mietspiegels kein geldwerter Vorteil

Dokumentvorschau

BFH IX R 10/05, BBK 24/2005 S. 4555

Verbilligte Wohnungsmiete innerhalb der Spanne des Mietspiegels kein geldwerter Vorteil

Überlässt der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer eine Wohnung zu einem Mietpreis, der sich am untersten Rand des örtlichen Mietspiegels bewegt, so stellt dies keinen geldwerten Vorteil dar. Im Streitfall vermietete der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer eine Wohnung zu einem Mietzins von 10,10 DM pro m², während die ortsübliche Miete für vergleichbare Wohnungen nach dem örtlichen Mietspiegel zwischen 10,10 DM bis 12,30 DM pro m² betrug. Nach Ansicht des BFH scheidet die Annahme eines geldwerten Vorteils aus, solange sich die Miete noch innerhalb der Mietpreisspanne bewegt, die sich aus dem örtlichen Mietspiegel ergibt. Die Vermietung zum niedrigsten Mietzins innerhalb dieser Preisspanne führe daher nicht zum Zufluss von Arbeitslohn. Es sei nicht zulässig, als ortsübliche Miete nur den sich aus dem Mietspiegel ergebenden Mittelwert (11,20 DM) anzusehen, da die ortsübliche Vergleichsmiete keine punktgenaue Einzelmiete sei, sondern innerhalb einer gewissen Bandbreite liege. Die Ermittlung der ortsüblichen Miete anhand der sich aus dem Mietspiegel ergebenden Mietpreisspanne begrenze zudem den Aufwand des Arbeitgebers und werde damit dem Verhältnismäßigkeitsprinzip gerecht (RiFG Bernd Rätke, Berlin).

Erwerben Sie das Dokument, um den gesamten Inhalt lesen zu können.
notification message Rückgängig machen