Dokument Die Besteuerung des Rotlichtmilieus - Auch sittenwidrige Geschäfte unterliegen der Steuerpflicht

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NWB Nr. 26 vom 27.06.2005 Seite 2185 Fach 2 Seite 8777

Die Besteuerung des Rotlichtmilieus

Auch sittenwidrige Geschäfte unterliegen der Steuerpflicht

Hans-Dieter Rondorf

Auch nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Regelung der Rechtsverhältnisse der Prostituierten (Prostitutionsgesetz) am 1. 1. 2002 wird weiterhin über die Sittenwidrigkeit der Prostitution gestritten. Für die Beurteilung der Steuerpflicht hat die Frage der Sittenwidrigkeit der Prostitution allerdings keine Bedeutung, denn für die Besteuerung ist es unerheblich, ob ein Verhalten, das den Tatbestand eines Steuergesetzes ganz oder zum Teil erfüllt, gegen die guten Sitten verstößt. Deshalb unterliegen auch die im Rotlichtmilieu tätigen Personen mit ihren Einkünften der Einkommensteuer und ggf. der Gewerbesteuer sowie mit ihren Umsätzen der Umsatzsteuer, wenn im Einzelfall die gesetzlichen Besteuerungstatbestände erfüllt sind. Der nachfolgende Beitrag erläutert, unter welchen Voraussetzungen die im Rotlichtmilieu agierenden Personengruppen der Besteuerung unterliegen.

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