Dokument Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer - Objektbezogene Abzugsbeschränkung und Mittelpunktsbegriff bei mehreren Tätigkeiten

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NWB Nr. 26 vom 27.06.2005 Seite 2195 Fach 3 Seite 13477

Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer

Objektbezogene Abzugsbeschränkung und Mittelpunktsbegriff bei mehreren Tätigkeiten

Anna M. Nolte

Nach der Rechtsprechung des BFH ist die Abzugsbeschränkung beim häuslichen Arbeitszimmer objektbezogen und bezieht sich nicht auf die einzelne, das häusliche Arbeitszimmer nutzende Person. Diese Auslegung des EStG hat die Finanzverwaltung in ihrem (BStBl 2004 I S. 861) übernommen. Da das Abweichen von der bisherigen personenbezogenen Anwendung der Höchstbetragsregelung für den Steuerpflichtigen nachteilig ist, sieht das BMF-Schreiben eine Übergangsregelung vor. Danach wird die personenbezogene Anwendung letztmalig für 2004 von der Finanzverwaltung anerkannt. Darüber hinaus hat das BMF die Rechtsprechung des BFH zur Definition des Mittelpunkts der gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeit bei mehreren Tätigkeiten eines Steuerpflichtigen übernommen.

I. „Objektbezogener” Höchstbetrag

1. Objektbezogenheit

Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer sind grundsätzlich vom Betriebsausgaben- oder Werbungskostenabzug ausgeschlossen (§ 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 1 EStG, § 9 Abs. 5 EStG). Sie können aber in bestimmten Fällen begrenzt bis zu 1 250 € als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abgezogen werden, S. 2196

  • wenn die betriebliche oder berufliche Nutzung des Arbe...

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