Dokument Gesellschafter - Fremdfinanzierung

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infoCenter (Stand: Januar 2019)

Gesellschafter - Fremdfinanzierung

Reinald Gehrmann

I. Definition

Mit Gesellschafter-Fremdfinanzierung beschreibt man die Regelungen des Körperschaftsteuergesetzes, die die Voraussetzungen normieren, unter denen Vergütungen an Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft für die Überlassung von Fremdkapital steuerlich nicht als Betriebsausgaben der Kapitalgesellschaft anzuerkennen, sondern - bis einschließlich 2007 - als verdeckte Gewinnausschüttungen zu qualifizieren sind.

Die Vorschriften zur Gesellschafter-Fremdfinanzierung sind mit Wirkung ab 2008 durch das Unternehmensteuerreformgesetz 2008 geändert worden. Nach den Neuregelungen zur sog. Zinsschranke wird neben Vergütungen, die an zu mehr als 25 v.H. – unmittelbar oder mittelbar - beteiligte Anteilseigner gezahlt werden, jede Art der Fremdfinanzierung, also insbesondere auch die Bankenfinanzierung, erfasst. Bei nicht konzernangehörigen Körperschaften kommt die Zinsschrankenregelung auch dann zur Anwendung kommen, wenn mehr als 10 % der die Zinserträge übersteigenden Zinsaufwendungen eines Wirtschaftsjahrs im Rahmen einer Gesellschafter-Fremdfinanzierung zur Verfügung gestellt werden.

Von der neuen Zinsschranke erfasste Finanzierungskosten sind seit 2008 ...

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