Dokument Niedersächsisches Finanzgericht v. 17.10.2001 - 3 K 148/99

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Niedersächsisches Finanzgericht  v. - 3 K 148/99 EFG 2002 S. 969

Gesetze: EStG § 4 Abs. 5 Nr. 6b Satz 3, EStG § 9 Abs. 5

Keine Kürzung des Werbungskostenabzugs für ein „häusliches Arbeitszimmer„ bei Vermietung eines in den häuslichen Bereich des Einfamilienhauses des Arbeitnehmers integrierten Raumes an den Arbeitgeber, so dass dieser Raum zur „betrieblichen Nutzung„ als „Dienstzimmer„ auch von anderen Bediensteten zu nutzen ist

Leitsatz

  1. Die Kürzung des Werbungskosten-Abzuges gem. § 4 Abs. 5 Nr. 6b i.V.m. § 9 Abs. 5 EStG kommt nicht in Betracht, wenn ein Dienstzimmer nicht als „häusliches Arbeitszimmer„ zu qualifizieren ist.

  2. Die Beschränkungen des Werbungskosten-Abzugs für ein häusliches Arbeitszimmer rechtfertigen sich aus der Berührung des häuslichen Arbeitszimmers mit der privaten Lebensführung und der damit verbundenen fehlenden Kontrollmöglichkeit der Nutzung für die Finanzbehörden.

  3. Überlässt ein Arbeitnehmer (hier: Revierförster) seinem Arbeitgeber (hier: staatliche Forstverwaltung) einen im eigenen Einfamilienhaus befindlichen Büroraum nebst anteiligem Flur und WC so zur Miete, dass der Raum zur betrieblichen Nutzung als Dienstzimmer nicht nur vom Vermieter sondern auch von anderen Bediensteten und Beauftragten der Landesforstverwaltung im dienstlich notwendigen Umfang genutzt werden darf, kommt eine Kürzung des Werbungskosten-Abzugs für ein häusliches Arbeitszimmer nicht in Betracht.

Auf diese Entscheidung wird Bezug genommen in folgenden Gerichtsentscheidungen:

Fundstelle(n):
EFG 2002 S. 969
[ZAAAB-11434]

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