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infoCenter (Stand: Januar 2019)

Grundvermögen

Hildegard Schmalbach

I. Definition des Grundvermögens

Das Grundvermögen – als Begriff des Bewertungsrechts nicht deckungsgleich mit „Grundbesitz” und „Grundstück” – ist eine der vier bewertungsrechtlichen Vermögensarten (§ 18 Nr. 2 BewG). Abzugrenzen ist es gemäß § 68 BewG von dem land- und forstwirtschaftlichen Vermögen (§ 18 Nr. 1 BewG) sowie dem Betriebsvermögen (§ 18 Nr. 3 BewG). Der Abgrenzung kommt insofern Bedeutung zu, als die Bewertung nach unterschiedlichen Wertermittlungsmethoden erfolgt. Die Bewertung des Grundvermögens erfolgt für Zwecke der Erbschaft- und Schenkungsteuer, Vermögensteuer, Grunderwerbsteuer und Gewerbesteuer im Rahmen einer Bedarfsbewertung sowie der reformbedürftigen Grundsteuer im Rahmen der Einheitsbewertung.

II. Abgrenzung

Zum Grundvermögen gehören gemäß § 68 Abs. 1 BewG:

  • der Grund und Boden, die Gebäude, die sonstigen Bestandteile und das Zubehör (Grundstück),

  • das Erbbaurecht,

  • das Wohnungseigentum,

  • das Teileigentum,

  • das Wohnungserbbaurecht ,

  • das Teilerbbaurecht nach dem Wohnungseigentumsgesetz,

  • soweit es nicht land- und forstwirtschaftliches Vermögen (§ 33 BewG) ist und

  • soweit es nicht Betriebsgrundstück ist (§ 99 BewG)

Nicht dazu gehören gemäß § 68 Abs. 2 BewG die Betriebsvorrichtungen, auch wenn sie wesentliche Bestandteile oder Scheinbestandteile des Grundstücks sind, und die Mineralgewinnungsrechte.

Zu der Abgrenzung des Grundvermögens und dabei insbesondere der Gebäude und Gebäudeteile von den Betriebsvorrichtungen hat die Verwaltung erneut mit gleichlautendem Ländererlass vom ausführlich Stellung genommen.

Die Abgrenzung des Grundvermögens vom land- und forstwirtschaftlichen Vermögen richtet sich nach § 69 BewG. Konkretisierungen durch die Rechtsprechung liegen vor.

III. Wirtschaftliche Einheit

Wie im bürgerlichen Recht werden Grundstück und Gebäude zu einer Einheit zusammengefasst und gemeinsam als eine Einheit bewertet. Über § 2 BewG ist für die Bestimmung der wirtschaftlichen Einheit die Verkehrsanschauung maßgebend. Insbes. darf nach § 2 Abs. 2 BewG nur solcher Grundbesitz zu einer wirtschaftlichen Einheit zusammengefasst werden, der demselben Eigentümer gehört - Grundsatz des einheitlichen Eigentums.

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