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StuB Nr. 11 vom Seite 426

Die Auswirkungen des Kriegs gegen die Ukraine auf die Abschlussprüfung

Fachlicher IDW-Hinweis zur Unterstützung von Unternehmen und deren Abschlussprüfern

WPin Linda Kurz

Der Beitrag stellt die wesentlichen Aussagen des Fachlichen Hinweises des IDW sowie der Updates zu den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs, die sich für den Abschlussprüfer ergeben, dar und erläutert diese.

Davids/Henckel/Schubert, Zweifelsfragen zu den Auswirkungen des Kriegs gegen die Ukraine auf die Rechnungslegung zum sowie deren Prüfung, StuB 7/2022 S. 249, NWB JAAAI-58502

Kernaussagen
  • Bei der Prüfung bewertungsrelevanter Annahmen im Abschluss und prognostischer Angaben im Lagebericht ist den aufgrund des Ukraine-Kriegs erhöhten Risiken wesentlicher falscher Darstellungen durch eine besonders kritische Würdigung der Annahmen der gesetzlichen Vertreter Rechnung zu tragen.

  • Besondere Herausforderungen können sich bei Konzernabschlussprüfungen ergeben, wenn Tochterunternehmen mit Sitz in der Ukraine, Russland oder Belarus einzubeziehen sind.

  • Die hohe Unsicherheit der künftigen Ereignisse stellt die Abschlussprüfer zwar vor Herausforderungen, bedeutet aber allein kein Prüfungshemmnis.

I. Einleitung

[i]Hoffmann/Lüdenbach, NWB Kommentar Bilanzierung, 13. Aufl. 2022, NWB MAAAH-91124 Der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW) am veröffentlichte Hinweis zu den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs sowie dessen erstes und zweites Update vom und umfassen neben den Fragen zu Themen der Rechnungslegung nach HGB und IFRS auch Fragestellungen, die sich für den Abschlussprüfer im Rahmen der Prüfung von Jahres- und Konzernabschlüssen ergeben. Insbesondere die hohe Unsicherheit hinsichtlich der künftigen Ereignisse kann zu wesentlichen Risiken falscher Darstellungen im Abschluss und im Lagebericht führen und den Abschlussprüfer sowohl bei der Prüfungsplanung als auch bei der Prüfungsdurchführung vor Herausforderungen stellen.

Neben den Erläuterungen zu den Auswirkungen auf die Prüfung von Abschlüssen mit einem Stichtag nach Kriegsausbruch und die Berichterstattung des Abschlussprüfers nimmt das IDW Stellung zu Problemen bei der Durchführung von Konzernabschlussprüfungen, wenn Tochterunternehmen mit Sitz in der Ukraine, Russland oder Belarus in den Abschluss und die Prüfung einzubeziehen sind sowie zur Berichterstattung über Sanktionsverstöße. Das zweite Update des Hinweises vom umfasst keine weiteren Neuerungen im Hinblick auf die Abschlussprüfung.

II. Aspekte der Abschlussprüfung

1. Erhöhtes Risiko wesentlicher falscher Darstellungen

Gemäß § 317 Abs. 1 Satz 3 HGB ist die Prüfung so anzulegen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße gegen die gesetzlichen Vorschriften, die sich wesentlich auf den Abschluss und/oder den Lagebericht auswirken, bei gewissenhafter Berufsausübung erkannt werden. Der Abschlussprüfer hat im Rahmen seiner Prüfungsplanung das Risiko von wesentlichen unbeabsichtigten falschen Darstellungen (Irrtümern) und beabsichtigten falschen Darstellungen (dolose Handlungen) zu identifizieren und zu beurteilen. Die Grundlage für die Risikoidentifizierung und -beurteilung ist die Gewinnung eines Verständnisses von dem Unternehmen, seinem rechtlichen und wirtschaftlichen Umfeld sowie von dem internen Kontrollsystem. Die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs können das Risiko wesentlicher falscher Darstellungen in der Rechnungslegung erhöhen. S. 427

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