Online-Beitrag vom

NWB MAX

Empfehlung der Redaktion

Julia Trockel *

Damit Sie Ihr Kanzleipaket NWB MAX vollumfänglich nutzen und auf einen Blick erkennen können, welche Datenbankinhalte neu sind oder aktualisiert wurden, stellen wir Ihnen hier regelmäßig alle Neuerungen Ihrer Paketbestandteile vor.

Orientierung im neuen NWB Livefeed gesucht?

Einen Überblick über alle Neuerungen und Funktionsoptimierungen des Livefeeds bekommen Sie hier.

KöMoG: Antragstellung bis zum möglich

Ein Optionsmodell war erstmals in den Entwürfen zum StSenkG 2002 vorgesehen. Umgesetzt wurde es dann mehr als 20 Jahre später durch das Gesetz zur Modernisierung des Körperschaftsteuerrechts (KöMoG; BGBl I S. 2050) durch Einführung des neuen § 1a KStG – ein fiktiver Formwechsel ohne steuerliche Rückwirkung. Um bereits für den Veranlagungszeitraum 2022 das steuerliche Wahlrecht auszuüben, muss bei einem kalenderjahrgleichen Wirtschaftsjahr der Antrag bis spätestens gestellt werden (§ 108 Abs. 3 AO ist zu berücksichtigen).

Kritiklos wird die neue Regelung indes in der Literatur nicht betrachtet. Eine ausführliche Kommentierung der neuen Vorschrift von Dr. Julian Böhmer finden Sie im aktualisierten KStG-Kommentar von Mössner/Oellerich/Valta. Anbei ein Auszug aus der Kommentierung des § 1a KStG:

  • Die Vereinbarkeit des Optionsmodells mit dem allgemeinen Gleichheitssatz aus Art. 3 Abs. 1 GG wird bezweifelt, da die Option diverse (Un-)Gleichbehandlungen begründet. So wird neben der Ungleichbehandlung von Körperschaften, die Ungleichbehandlung von Einzelunternehmern sowie anderen Personengesellschaften – insbesondere der GbR –, denen kein entsprechendes Wahlrecht eingeräumt wird, angeführt. Diese gleichheitswidrigen Diskriminierungen ließen sich nur mit einem wechselseitigen Optionsmodell, welches einen Systemwechsel in alle Richtungen gestattet, vermeiden.

  • Zumindest aber wurde in der Gesetzesbegründung zum Optionsmodell eine Anpassung des Kreises der optionsfähigen Gesellschaften durch Ausweitung auf die GbR vor dem Hintergrund des Gesetzes zur Modernisierung des Personengesellschaftsrechts (MoPeG) in Aussicht gestellt.

  • Den Körperschaften wird hingegen ein entgegengesetzter Wechsel zum transparenten Besteuerungssystem der Einkommensteuer verwehrt, obgleich sich die Zugrundelegung des progressiven individuellen Einkommensteuertarifs gerade im Hinblick auf ertragsschwache Kapitalgesellschaften oder Ein-Mann-GmbHs steuerlich günstig auswirken könnte. Teilweise wird darin eine gleichheitswidrige Diskriminierung der Körperschaften gesehen, jedenfalls soweit Personenunternehmen vergleichsweise eine geringere Steuerlast erzielen könnten.

Alle wichtigen Fachinformationen zur Modernisierung des Körperschaftsteuerrechts auf einen Blick finden Sie auch im Schwerpunkt KöMoG des NWB Livefeeds.

Handbuch Bilanzsteuerrecht: 4. aktualisierte und erweiterte Auflage 2021 - inkl. KöMoG

Das Handbuch Bilanzsteuerrecht, herausgegeben von Prof. Dr. Ulrich Prinz und Prof. Dr. Hans-Joachim Kanzler, ist kostenloser Bestandteil Ihres NWB Pakets. Die 4. aktualisierte und erweiterte Auflage ist jetzt in Ihrer Datenbank enthalten.

Neben den Grundsatz- und Querschnittsfragen steuerlicher Gewinnermittlung und detaillierter, bilanzpostenorientierter Darstellung der Bilanzierung und Bewertung bei der steuerlichen Gewinnermittlung greift die 4. Auflage darüber hinaus aktuelle Themen, Entwicklungen und Trends aus Gesetzgebung, Rechtsprechung, Finanzverwaltung und Literatur mit grundsätzlicher und praktischer Steuerbilanzrechtsrelevanz auf, wie z. B. den durch das KöMoG v. 25.6.2021 zugelassenen fiktiven Formwechsel. Zusätzlich zur inhaltlichen Überarbeitung bestehender Kapitel sind zwei neue Kapitel aufgenommen worden:

Steuerbilanzpolitik in Corona-Zeiten

Eine zielorientierte Steuerbilanzpolitik ist ein geeignetes Instrument für Unternehmen, um der Unsicherheit und den Beeinträchtigungen der Corona-Pandemie zu begegnen und Steuerentlastungen und Liquiditätsvorteile zu generieren. Somit gewinnt Steuerbilanzpolitik zur Sicherung der Unternehmensfortführung gerade in Krisenzeiten an Bedeutung. Entscheidend ist hierbei die Kenntnis um mögliche bilanzpolitische Maßnahmen sowie deren Rechtsfolgen. Prof. Dr. Christian Zwirner, Michael Vordermeier und Dr. Felix Krauß geben in der StuB Beilage einen umfassenden Überblick zu Anwendungsbereichen, Möglichkeiten und Rechtsfolgen der Steuerbilanzpolitik in Corona-Zeiten.

Arbeitshilfe: Grundbesitzbewertung ab 2022/2025 (Sach- und Ertragswertverfahren) – Checkliste mit Berechnungen

Für die Rechtslage ab 2022 bzw. 2025 können mit diesem Excel-Tool die Grundsteuerwerte für die unbebauten Grundstücke, für die Wohngrundstücke im Ertragswertverfahren und für die Nichtwohngrundstücke im Sachwertverfahren ermittelt werden.

Der Herausgeber des NWB-Kommentars zum Grundsteuer- und Bewertungsgesetz, Mathias Grootens, hat das Tool bereits begutachtet und stellt heraus: „Die umfangreiche Darstellung der Berechnung hilft beim Verständnis der Wirkungsweise der insbesondere im Ertragswertverfahren komplexen Berechnungsmethodik. Einbezogen in die Berechnung werden auch sämtliche Sondertatbestände wie etwa selbständig nutzbare Teilflächen.“

Sie können in diesem Excel-Tool alle relevanten Daten erfassen und erhalten dabei die folgenden benötigten Informationen:

  • die Hebesätze und Mietstufen der Gemeinden,

  • eine Übersicht der Gebäudearten für die Subsumierung nach Anlage 38 und 42, die Baupreisindizes und eine Einordnung des Gebäudezwecks für die Bestimmung der Steuerfreiheit oder Steuerpflicht sowie

  • die Anlagen 36 bis 42 des BewG.

Zweifelsfragen zu den Bewertungsvorschriften können mit dem NWB-Kommentar zum Grundsteuergesetz- und Bewertungsgesetz, der in Ihrem Kanzleipaket MAX enthalten ist, schnell und sicher geklärt werden.

Zur Arbeitshilfe Grundbesitzbewertung ab 2022/2025 - Checkliste mit Berechnungen gelangen Sie hier.

Neues BMF-Schreiben zur Liebhaberei bei kleinen PV-Anlagen und BHKW

Zur ertragsteuerlichen Behandlung kleiner Photovoltaikanlagen und vergleichbarer Blockheizkraftwerke (BHKW) hat das BMF das Schreiben v. aufgehoben und neue Ausführungen veröffentlicht ( :006; s. auch unsere Online-Nachricht v. 2.11.2021).

Gegenüber der bisherigen Vereinfachungsregelung ist der Anwendungsbereich deutlich ausgeweitet worden. Verschärfungen sind nur in der zeitlichen Begrenzung des Antragsrechts zu sehen. Auch Anlagen, die sich auf Mehrfamilienhäusern befinden, können nunmehr begünstigt sein, wenn die übrigen Voraussetzungen erfüllt sind.

In der NWB 45/2021 wird ausführlich zum neuen BMF-Schreiben berichtet. Die Vorabveröffentlichung werden wir Ihnen hier in Kürze verlinken. Darüber hinaus finden Sie im Schwerpunkt „PV-Anlagen“ des NWB Livefeeds alle wichtigen Fachinformationen zu Photovoltaikanlagen auf einen Blick. Weitere nützliche Inhalte zum Thema:

Fundstelle(n):
NWB Online Beitrag 2021
NWB JAAAH-71092