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Thüringer FG Urteil v. - 3 K 59/18

Gesetze: EStG § 15 Abs. 1 S. 1 Nr. 1, EStG § 15 Abs. 2 S. 1, EStG § 15 Abs. 2 S. 2, EStG § 2 Abs. 1 S. 1 Nr. 2, EStG § 2 Abs. 2

Photovoltaikanlage auf dem eigenen Haus grundsätzlich keine Liebhaberei

Leitsatz

1. Bei dem Betrieb einer Photovoltaikanlage spricht der Beweis des ersten Anscheins dafür, dass sie in der Absicht der Gewinnerzielung betrieben wird; das gilt auch dann, wenn infolge eines hohen Kaufpreises für die hochwertige Anlage, der auf eine Nutzungsdauer von 20 Jahren vorgenommenen AfA und infolge der im Anschaffungsjahr 2013 vergleichsweise niedrigen Einspeisevergütung in den ersten Jahren fast durchgehende Verluste erzielt werden, wenn der erzeugte Strom überwiegend zur Deckung des privaten Strombedarfs genutzt wird und wenn sich der Steuerpflichtige vor dem Kauf auf die Renditeangaben der Hersteller von PV-Anlagen verlassen und kein schlüssiges betriebswirtschaftliches Konzept für die künftigen Erträge erstellt hat.

2. Das Finanzamt hat die zunächst beim BFH eingelegte Revision, Az beim BFH X R 32/19 wieder zurückgenommen, das FG-Urteil ist damit rechtskräftig.

Fundstelle(n):
WAAAH-64314

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Thüringer FG, Urteil v. 11.09.2019 - 3 K 59/18

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