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StuB Nr. 13 vom Seite 518

Softwareprogramme und sofortiger Betriebsausgabenabzug

StB Michael Seifert, Troisdorf

Für Investitionen ab 2018 hat der Gesetzgeber die GWG-Grenze auf 800 € angehoben (vgl. Wengerofsky, StuB 2017 S. 369 NWB TAAAG-45390; Seifert, StuB 2017 S. 436 NWB JAAAG-46403). Diese Anhebung hat grundsätzlich jedoch keine Auswirkung auf immaterielle Wirtschaftsgüter. Eine Besonderheit bei sog. Trivialprogrammen gilt es allerdings zu beachten. Nach R 5.5 Abs. 2 Satz 2 EStR stellen Trivialprogramme abnutzbare bewegliche und selbständig nutzbare Wirtschaftsgüter dar. Als solche Trivialprogramme werden Computerprogramme behandelt, deren Anschaffungskosten nicht mehr als 410 € betragen.

Praxishinweis

Die in den EStR genannte 410 €-Grenze orientiert sich an der Grenze für die Bewertungsfreiheit geringwertiger Wirtschaftsgüter (§ 6 Abs. 2 EStG). Im Rahmen der neu zu verfassenden EStR soll eine Anhebung der Trivialprogrammgrenze auf 800 € für Investitionen ab 2018 bestimmt werden (vgl. BT-Drucks. 18/12750). Dies bedeutet auch, dass durch die Wertung von Trivialprogrammen als abnutzbare bewegliche und selbständig nutzbare Wirtschaftsgüter hierfür ein Investitionsabzugsbetrag nach Maßgabe von § 7g Abs. 1 EStG gebildet werden kann.

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