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Online-Nachricht - Dienstag, 08.09.2009

Gastronomie | Forderung nach niedrigerem Umsatzsteuersatz bekräftigt

Rund 300 Gastronomen und Hoteliers aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz haben gestern für den reduzierten Umsatzsteuersatz in der Gastronomie demonstriert.

Rund 300 Gastronomen und Hoteliers aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz haben gestern für den reduzierten Umsatzsteuersatz in der Gastronomie demonstriert.

 

Die Hotel- und Gaststättenbesitzer forderten sieben statt der in Deutschland üblichen 19 Prozent Umsatzsteuer auf ihre Leistungen, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Rheinhessen-Pfalz, Karl-Heinz Schott. Die Einführung des niedrigeren Mehrwertsteuersatzes würde zu einer Gleichbehandlung mit anderen Lebensmittel verarbeitenden Branchen und dem Lebensmittelhandel führen, sagte Schott. Er betonte: „Das sind keine Steuergeschenke.“ Durch den geltenden hohen Steuersatz würden die deutschen Gastronomen auch gegenüber ihren Kollegen in anderen europäischen Ländern benachteiligt. In Frankreich gelte etwa ein ermäßigter Steuersatz von 5,5 Prozent für die Hotel- und Gaststättenbesitzer, in Luxemburg von nur drei Prozent. Von den Bundestagsparteien sprechen sich derzeit nur FDP und CSU konkret für die Ermäßigung des Umsatzsteuersatzes aus. Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) hatte sich ebenfalls dafür eingesetzt. Er war jedoch bei der Union auf heftigen Gegenwind gestoßen, als er zugleich den ermäßigten Steuersatz von 7 auf 9,5 anheben wollte.

 

Quelle: ddp

Fundstelle(n):
ZAAAF-13094