Gesellschafterfremdfinanzierung: Einschaltung einer inländischen Personengesellschaft in die Darlehensgewährung zwischen US-Mutter-
und Tochtergesellschaft – Hinzurechnung der Zinszahlungen als vGA der als Mitunternehmer beteiligten Tochterkapitalgesellschaft
auf der Ebene der Personengesellschaft
Leitsatz
Die Hinzurechnung der Zinszahlungen einer inländischen Personengesellschaft, die i.S.d. § 8 a Abs. 5 KStG i.d.F. des Korb
II Gesetzes in die Darlehensgewährung zwischen der US-Muttergesellschaft einer an der Personengesellschaft beteiligten US-Tochterkapitalgesellschaft
eingeschaltet worden ist, als verdeckte Gewinnausschüttungen (vGA) der Tochterkapitalgesellschaft auf der Ebene der Personengesellschaft
verstößt nicht gegen den in Art. 7 und Art. 9 DBA-USA enthaltenen Grundsatz des „dealing at arms length”, da § 8 a KStG die
Zinszahlungen nicht aufgrund eines Fremdvergleichs als vGA behandelt.
§ 8 a Abs. 5 KStG i.d.F. des Korb II Gesetzes ist in der Variante der in einem Bruchteil des Kapitals bemessenen Vergütung
als abkommens- und verfassungskonform (Finanzierungsfreiheit, Normenklarheit) anzusehen.
Durch § 8 a Abs. 5 Satz 2 KStG i.d.F. des Korb II Gesetzes wird keine als Sonderbetriebseinnahme der Mitunternehmerkapitalgesellschaft
zu erfassende Zinszahlung von der Personengesellschaft an die Mitunternehmerkapitalgesellschaft und von dieser an deren Anteilseigner
fingiert.
Fundstelle(n): DStR 2015 S. 6 Nr. 32 DStRE 2015 S. 1240 Nr. 20 FR 2015 S. 283 Nr. 6 IStR 2015 S. 7 Nr. 6 IStR 2015 S. 700 Nr. 18 DAAAE-83853
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Finanzgericht Düsseldorf
, Urteil v. 21.08.2014 - 12 K 3221/10 G,F