Systemwechsel vom Anrechnungs- zum Halb- bzw. Teileinkünfteverfahren – Verfassungsmäßigkeit der Körperschaftsteuererhöhung
durch Ausschüttungsfiktion gemäß § 38 Abs. 5 und 6 KStG i.d.F. des JStG 2008 – Beschränkung der Optionsregelung des § 34 Abs.
16 KStG auf bestimmte Wohnungsunternehmen
Leitsatz
Die Körperschaftsteuererhöhung gemäß § 38 Abs. 5 und 6 KStG i.d.F. des JStG 2008, durch die im Rahmen des Systemwechsels
vom Anrechnungs- zum Halb- bzw. Teileinkünfteverfahren die ausschüttungsabhängige Nachversteuerung bisher unversteuerten Eigenkapitals
mit 30 % des ausgeschütteten Eigenkapitals durch eine pauschale Abschlagzahlung i.H.v. 3/100 des nach § 38 Abs. 4 Satz 1 KStG
festgestellten Endbetrags ersetzt wird, stellt keine verfassungswidrige Vermögensbesteuerung dar und entfaltet keine verfassungsrechtlich
unzulässige Rückwirkung (Anschluss an , EFG 2013, 155).
Die Beschränkung der Optionsregelung des § 34 Abs. 16 KStG i.d.F. des JStG 2008 auf bestimmte Unternehmen aus der Wohnungswirtschaft
verletzt nicht Art. 3 GG (Anschluss an , EFG 2013, 155, und ).
Eine analoge Anwendung des § 34 Abs. 16 KStG i.d.F. des JStG 2008 zugunsten eines nicht zum begünstigten Personenkreis gehörenden
Unternehmens im Rahmen einer verfassungskonformen Auslegung würde zudem die Wahrung der am abgelaufenen gesetzlichen
Antragsfrist voraussetzen.
Diese Entscheidung steht in Bezug zu
Fundstelle(n): DB 2014 S. 13 Nr. 27 DStR 2015 S. 8 Nr. 20 DStRE 2015 S. 929 Nr. 15 EFG 2014 S. 1506 Nr. 17 GStB 2014 S. 351 Nr. 10 GmbH-StB 2014 S. 298 Nr. 10 Ubg 2015 S. 496 Nr. 8 Ubg 2015 S. 546 Nr. 9 OAAAE-68455
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Finanzgericht Düsseldorf
, Urteil v. 18.03.2014 - 6 K 2087/11 F